Düsseldorf: Marienkirche wird zur neuen Heimat der Franziskaner

Düsseldorf : Marienkirche wird zur neuen Heimat der Franziskaner

Ihr Kloster an der Immermannstraße wollen die Franziskaner aufgeben, aber trotzdem die Innenstadt nicht verlassen. Deshalb nutzen sie das Angebot, in die nur wenige hundert Meter entfernte Marienkirche zu ziehen. Sie werden dort gebraucht, weil die Erzdiözese Köln die Stelle eines Pfarrers nicht mehr besetzen kann.

Die Franziskaner übernehmen die Seelsorge und wollen gleichzeitig auch die besonderen Angebote des Ordens in Düsseldorf, beispielsweise die Beichtgespräche, möglich machen.

Aus diesem Grund muss die Marienkirche an einigen Stellen umgebaut werden, muss beispielsweise das Foyer anders gestaltet und Raum für Beichtgespräche geschaffen werden, erläutert Stadtdechant Rolf Steinhäuser, Pfarrer von St. Lambertus, zu deren Seelsorgebereich die Marienkirche gehört. "Die Marienkirche wird ab 14. April geschlossen. An Palmsonntag zeigt eine feierliche Prozession von dem Gotteshaus in die Klosterkirche der Franziskaner den Umzug an", erläutert Steinhäuser. Die Umbauarbeiten dauern etwa ein halbes Jahr, dann ziehen die Franziskaner in die neu gestaltete Marienkirche.

Danach ist der Weg frei für den Abriss des sanierungsbedürftigen Klosters aus den 1950-er Jahren. Für den Orden war eine Sanierung zu teuer, außerdem leben im Düsseldorfer Kloster zurzeit nur vier Brüder, später könnten sechs nach Düsseldorf kommen. Die Gebäude sind deshalb zu groß.

Der Orden will daher das Grundstück verkaufen, der Erlös soll unter anderem der Alterssicherung der Brüder dienen. Ein Investor für dieses Grundstück ist inzwischen gefunden, er führt in Abstimmung mit der Stadt ein Gutachterverfahren durch, bei dem mehrere Architektenteams Vorschläge für eine Wohn- und Bürobebauung machen.

Die vier Mönche werden vorübergehend eine Wohnung im Maxhaus beziehen, bis neben der Marienkirche ein neues Zentrum mit Wohnräumen für den Orden errichtet worden ist. Die Planung dafür ist laut Steinhäuser angelaufen.

Wo die sozialen Anlaufstellen, etwa die Essensausgabe für Bedürftige, angesiedelt werden, ist noch unklar. Sie sollen aber in der City bleiben, so Steinhäuser.

(RP)