Krankenhäuser in Düsseldorf: Marien-Hospital wird erweitert

Krankenhäuser in Düsseldorf : Marien-Hospital wird erweitert

Moderne Technologien zur Tumordiagnose, erweiterte Therapiemöglichkeiten und die bestmögliche Versorgung der Patienten - der Neubau der Strahlentherapie am Marien-Hospital soll den internationalen Spitzenstandards gerecht werden. Nach einer zweijährigen Planungsphase wurden nun die wichtigsten Innovationen des 15,5 Millionen Euro teuren Neubaus vorgestellt.

Das Hospital hat seit Jahrzehnten einen onkologischen Behandlungsschwerpunkt. Jährlich werden dort rund 1500 Krebspatienten mit einer Strahlentherapie behandelt. "Daher ist es wichtig, dass wir ständig in die Modernisierung der Diagnose- und Behandlungsverfahren investieren", sagt Karl Axel Hartmann, Ärztlicher Direktor des Hospitals. "Mit der neuen Gerätegeneration können wir die Krankheit wesentlich besser verbildlichen und effektivere Therapien ansetzen." Rund 25 Prozent der Bevölkerung erleiden im Laufe ihres Lebens eine oder sogar mehrere Krebserkrankungen, "Tendenz steigend", so der Klinikumsleiter. Allerdings garantiere die Forschung immer bessere Heilungschancen.

Bildgeführte Radiotherapie und eine intelligente Planungssoftware ermöglichen die kontrollierte und dosierte Bestrahlung eines Tumors, ohne die Verletzung des umliegenden Gewebes. Die fortschrittliche Technik soll außerdem durch bewährte Instrumente einer neuen Generation und ein breiteres Behandlungsspektrum ergänzt werden: Drei Linearbeschleuniger mit multidimensionaler Bildgebung und ein Computertomograph sollen Tumore im Körper zielgenau aufspüren. Außerdem können Krebszellen durch die intraoperative Strahlentherapie bereits während des Eingriffs behandelt werden. Auch die sogenannte Psychoonkologie und Seelsorge für die Patienten wird ein fester Bestandteil des neuen Zentrums sein.

Neben den technischen Neuerungen hat das Bauprojekt auch einen hohen architektonischen Anspruch zu erfüllen. "Wir wollen die nötige Isolierung gewährleisten und gleichzeitig die Patienten nicht abschirmen", sagt Architekt Wolfgang Greb. "Dreieinhalb Meter dicke Betonwände sorgen für einen zuverlässigen Strahlungsschutz. Die Aufenthaltsräume sind hingegen offen und freundlich gestaltet, damit der Patient den Kontakt zur Außenwelt nicht verliert."

(mro)
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