Marathon 2018 in Düsseldorf: Veranstalter müssen vom DLV keine Konsequenzen befürchten

Panne beim Düsseldorfer Marathon : Veranstalter müssen vom DLV keine Konsequenzen befürchten

Irrweg beim Metro-Marathon 2018

Die kuriose Panne um eine falsch gestellte Absperrung beim Düsseldorfer Marathon zieht vonseiten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) keine Konsequenzen nach sich. Die zwei erstplatzierten Läufer waren einen Umweg gelaufen.

"Wir werden sicherlich die Situation zusammen mit den Organisatoren noch einmal analysieren und darüber sprechen wie man solche Fehler verhindern kann. Aber menschliche Fehler passieren immer wieder, und man kann sie nicht ausschließen", teilte der DLV auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Die beiden erstplatzierten Kenianer Gilbert Yegon (2:13:54) und Richard Mutai (2:14:08) waren einen Umweg von etwa einem Kilometer gelaufen. Laut Veranstalter waren sie den Führungsfahrzeugen hinterhergerannt, das wegen der falschen Absperrung selbst falsch gefahren war. Beide Läufer wurden zügig auf die richtige Strecke zurückgeleitet. Die Preisgelder von 6000 Euro für den ersten und 3500 Euro für den zweiten Platz sollen aber auf jeden Fall ausgezahlt werden, sagte Christoph Kopp, sportlicher Leiter des Marathons.

Im Rahmen des Düsseldorfer Marathons wurde auch die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet, und so soll es auch im kommenden Jahr sein. Aus Sicht des DLV hat die Absperr-Panne an diesen Plänen auch nichts geändert. "Für die Marathon-DM hatte es diesmal keinerlei Auswirkungen, und von daher wird es auch für die Titelkämpfe 2019 keine Konsequenzen geben - was aufgrund eines einzigen Fehlers auch übertrieben wäre", teilte der DLV mit. Düsseldorfs Renndirektor Jan Winschermann hatte bereits im Vorfeld des Laufs gesagt, Düsseldorf habe die Option gezogen, sogar bis 2020 Ausrichter der nationalen Titelkämpfe zu sein.

Der Rostocker Tom Gröschel wurde am Sonntag mit einer Zeit von 2:15:20 Stunden Deutscher Meister, bei den Frauen setzte sich Fabienne Amrhein aus Mannheim in 2:32:34 Stunden durch. Beide liefen Bestzeit. Insgesamt fünf DLV-Läufer unterboten die Team-Norm von 2:17:00 Stunden für die Heim-Europameisterschaft im August in Berlin.

(klü)
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