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Mahn- und Gedenkstätte plakatiert Ex-Kneipe "Zwiebel" in Düsseldorfer Altstadt

Besondere Werbung in der Altstadt : Mahn- und Gedenkstätte nutzt Fenster der „Zwiebel“

Die Mahn- und Gedenkstätte bringt an den Fenstern der ehemaligen Düsseldorfer Altstadtkneipe „Zwiebel“ Plakate an. Damit macht die Einrichtung Werbung für ihre Dauerausstellung. Die Idee dazu hatte Bastian Fleermann, Direktor der Mahn- und Gedenkstätte.

Die Mahn- und Gedenkstätte nutzt ab Dienstag die Schaufenster der „Zwiebel“. Die einstige Kultkneipe an der Ecke Mertensgasse/Mühlenstraße hat seit 2016 geschlossen. Wenige Meter entfernt befindet sich die Gedenkstätte.

Deren Direktor Bastian Fleermann ist um kreative Lösungen nicht verlegen, wenn es darum geht, die Kernbotschaft seiner Kultureinrichtung zu verbreiten: Demokratie fördern, Antisemitismus und Rassismus entgegentreten. Vor wenigen Monaten kam dann die Idee auf, die leerstehende „Zwiebel“ als erweiterte Werbefläche zu nutzen. Der Kulturausschussvorsitzende und CDU-Bürgermeister Friedrich Conzen vermittelte den Kontakt zum Besitzer, dem der Plan gut gefiel.

„Wir haben die Fensterflächen gereinigt und alles drumherum ordentlich gemacht“, sagt Fleermann. „Am Dienstag werden die Plakate angebracht, die auf unsere Dauerausstellung ,Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus’ hinweisen.“ Kommt es zu Beschädigungen, wird nachgedruckt.

Die Traditionskneipe „Zwiebel“ gab es mehr als 40 Jahre. Während all der Jahre betrieb Klaus Schliesky das Lokal, allerdings lief das Geschäft zuletzt nicht mehr so gut. Als 2016 der Pachtvertrag auslief, wurde die Zwiebel nicht wieder eröffnet.