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Düsseldorf: Mahn- und Gedenkstätte erhält einen Anbau

Düsseldorf : Mahn- und Gedenkstätte erhält einen Anbau

Stadt einigt sich mit benachbartem Investor Derag.

Nach langem Ringen ist der Weg für den Umbau der Mahn- und Gedenkstätte in der Altstadt jetzt frei. Das bestätigt Bau- und Planungsdezernent Gregor Bonin. Vorgesehen ist, nicht nur die bestehende Fläche von 670 Quadratmetern im Erd- und Kellergeschoss umzubauen, sondern die beiden Gebäudeteile an der Andreas- und an der Mühlenstraße über einen Anbau im Innenhof zu verbinden. "Erst durch diesen Verbindungsbau wird es zu einer Einheit", betont Bonin. Der Anbau, der gläserne Seitenwände erhalten soll, kann auch als Ausstellungsfläche genutzt werden – somit stehen der Gedenkstätte nach Ende der Arbeiten etwa 150 Quadratmeter zusätzlich zur Verfügung.

Über genau diesen Anbau hatte die Stadt lange mit der Derag, der Investorin des direkt benachbarten Stadthauses, verhandelt. Die Derag baut das denkmalgeschützte Gebäude derzeit zu einem Mix aus Hotel und Mietappartements um. Beim Verkauf des Denkmals an das Münchner Unternehmen hatte die Stadt über einen Mietvertrag die bestehenden Räume der Mahn- und Gedenkstätte für mindestens 60 Jahre gesichert. Über den Erweiterungsbau im dritten Innenhof des Komplexes wurde jedoch gesondert verhandelt.

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Nun hat man sich geeinigt. Direkt nach der Sommerpause gehen die Beschlussvorlagen in die politischen Gremien, dann soll möglichst schnell der Umbau beginnen. "Es wird ein Qualitätsumbau, um die Ausstellung zeitgemäß darstellen zu können", sagt Bonin. Das komplette Erdgeschoss soll dabei barrierefrei werden. Bei den authentisch erhaltenen Kellerräumen sei dies leider nicht möglich. Insgesamt sind dafür 2,15 Millionen Euro angesetzt. Sollte die Politik den Plänen zustimmen, soll der Umbau noch dieses Jahr beginnen. Die Bauzeit ist mit neun Monaten angesetzt.

"Ich freue mich sehr, dass es nach den notwendigen Verhandlungen doch zu einer Einigung gekommen ist und dieser Teil der Düsseldorfer Historie bald in zeitgemäßer Form gezeigt werden kann", sagt Oberbürgermeister Dirk Elbers. Die Mahn- und Gedenkstätte erinnert an die Opfer des NS-Regimes. Sie wurde 1987 eröffnet. Derzeit ist sie wegen der anstehenden Arbeiten geschlossen. Die Archivsammlung und die Bibliothek befinden sich im benachbarten Haus an der Mühlenstraße 6.

(RP)