SEK-Einsatz in Düsseldorf: Männer sollen Kriegswaffen im Maghreb-Viertel gehortet haben

SEK-Einsatz in Düsseldorf: Männer sollen Kriegswaffen im Maghreb-Viertel gehortet haben

In einer Garage im sogenannten Maghreb-Viertel hat die Düsseldorfer Polizei fünf Maschinenpistolen und Sturmgewehre gefunden, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. Neun überwiegend aus Nordafrika stammende Männer stehen im Verdacht, mit diesem Waffenlager zu tun zu haben.

Die Männer aus Düsseldorf und Solingen haben zum Teil marokkanische Papiere, aber auch finnische oder spanische. Ob sie dem Haftrichter vorgeführt werden, soll Freitag im Lauf des Tages entschieden werden. Alle werden derzeit noch vernommen. Auch die DNA der Verdächtigen wird untersucht. Am Donnerstag hatte die Polizei mehrere Wohnungen in Düsseldorf durchsucht.

Die Waffen — darunter eine Uzi, Kalaschnikows und ein Revolver — werden derzeit im Landeskriminalamt untersucht. Ob das Waffenarsenal einen terroristischen Hintergrund hat, ist derzeit unklar. Nach Polizeiangaben gibt es bislang keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Anschlagsplänen auf das Oberhausener Einkaufszentrum CentrO.

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Ein Zeuge hatte die Polizei am Mittwoch auf einen BMW X5 aufmerksam gemacht, der nicht angemeldet in einer Garage an der Linienstraße in Oberbilk stand — und in die er nicht gehörte. Bei der Überprüfung der Garage entdeckten Polizisten die Waffen und Blankodokumente für KfZ-Zulassungen. Die beiden Männer, die die Garage angemietet hatten (26 und 40 Jahre) wurden am Donnerstagabend in ihrer Wohnung an der nahen Ellerstraße von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.

Bei der Observierung der Wohnung und der Garage waren der Polizei zuvor zwei Fahrzeuge aufgefallen, die sich in unmittelbarer Nähe bewegten. Der in Belgien zugelassene Golf und ein in Solingen angemeldeter Audi waren mit fünf Männern besetzt, die verfolgt und schließlich am Donnerstagnachmittag auf dem Höherweg festgenommen wurden. Auch deren Wohnungen in Düsseldorf und Solingen wurden inzwischen durchsucht. In die Ermittlungen sind auch ausländische Polizeibehörden eingebunden. Weitere Informationen sollen noch heute folgen.

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