Düsseldorf/Neuss: Lokführer: Herzinfarkt während der Fahrt

Düsseldorf/Neuss : Lokführer: Herzinfarkt während der Fahrt

Ein Lokführer, der in der Nacht zu Dienstag im Führerstand einer S-Bahn einen Herzinfarkt erlitt, hat den Zug noch sicher in den nächsten Bahnhof gesteuert. Er kam sofort ins Krankenhaus, die Fahrgäste konnten wenig später mit anderen Bahnen weiterfahren.

Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte der Lokführer, der kurz nach 23 Uhr planmäßig mit der S 11 in Düsseldorf gestartet war und nach Bergisch-Gladbach fahren wollte, im Bereich Neuss erste Anzeichen des Infarkts bemerkt. Gerade hatte der Zug um 23.30 Uhr den Haltepunkt in Neuss-Süd passiert, als er heftige Schmerzen in der Brust bekam. Trotzdem entschloss er sich, die Fahrt fortzusetzen und erst im etwa sechs Kilometer entfernten Haltepunkt Neuss-Norf Hilfe zu suchen.

"Er wusste, dass es für die Fahrgäste schwierig würde, um diese Zeit von der offenen Strecke aus weiter zu kommen", vermutet ein Sprecher der Bundespolizei. Die hatte in Norf auf den leeren S-Bahn-Zug aufgepasst, bis der von einem anderen Lokführer abgeholt wurde.

Bei einem Zusammenbruch des Lokführers wäre die S-Bahn automatisch zum Stillstand gekommen. Die Fahrer müssen im Führerstand regelmäßig den so genannten Totmann-Knopf drücken. Bleibt diese im 30-Sekunden-Takt vorgeschriebene Meldung per Knopfdruck aus, wird der Zug sofort gestoppt. So sollen Unfälle verhindert werden wenn ein Lokführer handlungsunfähig wird.

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