Feinstaub-Konzentration geht zurück: Lkw-Sperrung wirkt

Feinstaub-Konzentration geht zurück : Lkw-Sperrung wirkt

Seit die Corneliusstraße von großen Lkw nicht mehr befahren werden darf, geht die Feinstaub-Konzentration zurück. An anderen Straßen ist sie immer noch zu hoch.

Die Luft an der Corneliusstraße ist merklich sauberer geworden: die Zahl von 35 Tagen pro Jahr, an denen laut Gesetz die Grenzwerte überschritten werden dürfen, ist im laufenden Jahr noch nicht erreicht. Einer der Gründe für die Verbesserung: 2007 fegte häufig kräftiger Wind durch die Straßen und blies den Dreck weg, auch der reichlich gefallene Regen half.

Zudem ist seit 2005 die Corneliusstraße für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt - und das macht sich bemerkbar: weniger Lkw, bessere Luft. Selbst 2006, als es nicht soviel Wind und Regen gegeben hatte, gingen die Grenzwertüberschreitungen auf der Corneliusstraße von 69 auf 47 zurück. "Die Sperrung für Lkw scheint dort zu wirken", meinte Umweltsamtleiter Werner Görtz bei der Vorstellung des Luftmessberichtes im Umweltausschuss. In anderen Bereichen der Stadt stieg die Feinstaub-Konzentration dagegen 2006 an, z.B. an der Ludenberger-, Dorotheen-, Derendorfer Straße und am Mörsenbroicher Ei, auf denen es keine Einschränkung für Lkw gibt.

Trotz der positiven Entwicklung an der Corneliusstraße gibt das Umweltamt keine Entwarnung. An fast allen Hauptverkehrsachsen werden allein durch den Autoverkehr mehr als acht Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft verursacht (siehe Skizze). Hinzu kommen etwa 23 Mikrogramm, die als so genannte Hintergrundbelastung von vornherein in der städtischen Luft schweben. Damit wird der Grenzwert von 30 Mikrogramm also häufig überschritten.

Also seien nicht nur die Autos seien für den Schmutz verantwortlich, sagte Görtz. Auch veraltete Heizungen oder die Abluft der Betriebe müssten unter die Lupe genommen werden. Das soll ein Luftreinhalteplan (siehe Info) regeln.

Mehr Probleme als der Feinstaub machen laut Messbericht aber die ebenfalls gesundheitsgefährdenden Stickoxide. Die Konzentrationen steigen weiter an und werden die ab 2010 geltenden Grenzwerte überschreiten. "Damit wir unter dieser Grenze bleiben, müssten jetzt schon Autos mit den sauberen Motoren der Euronorm V und VI vorgeschrieben werden", sagte Görtz. Der Städtetag habe dies im Bund und bei der EU noch einmal gefordert.

(RP)