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Düsseldorf: Lessingplatz mit Boule und Give-Box

Düsseldorf : Lessingplatz mit Boule und Give-Box

Bürger und Landschaftsarchitekten sollen bei einer für den Herbst geplanten Ideenbörse gemeinsam Konzepte entwickeln. Das Gartenamt will die Umgestaltung finanzieren.

Noch im Herbst dieses Jahres wird es voraussichtlich einen Workshop mit Landschaftsarchitekten, Bürgern und dem Gartenamt geben. Thema: Wie soll der Lessingplatz künftig aussehen? Im Anschluss daran, möglicherweise bereits im kommenden Jahr, könnte dann die Umgestaltung des Platzes in Angriff genommen werden. Das wurde beim jüngsten Treffen des Runden Tisches zur Zukunft des Lessingplatzes vereinbart.

Vorgeschlagen hat dies Gartenamtsleiterin Doris Törkel, die erstmals an der Runde teilnahm. Sie hat auch signalisiert, dass ihr Amt die Kosten sowohl für den eventuell sogar zweitägigen Workshop wie auch für die Überholung des Platzes übernehmen wird. Wobei sich die Beteiligten einig sind, dass die Grünanlage nicht komplett überplant, sondern eher nur überholt, unter anderem als barrierefreie Anlage, werden müsste. Dafür gibt es auch bereits konkrete Vorschläge, etwa eines Gartenarchitekten aus dem Viertel, der die historischen Wegeachsen wieder hervorheben möchte.

Bereits am 26. April soll ein erster Schritt hin zur Veränderung getan weden — eine Givebox wird aufgestellt. Die möchte eine Initiative um Katja Goldberg-Hammon und Marco Sigismund gerne vor der Apollinariskirche platzieren. Noch braucht es aber die Genehmigung des Kirchenvorstandes. Und eines Restbetrages, um die Kosten von rund 500 Euro aufzubringen, die für eine Givebox veranschlagt werden. Aufgestellt wird diese übrigens von der Jugendberufshilfe. Auf einer Internetplattform (betterplace.org) wurde bereits kräftig für das Projekt gesammelt. Goldberg-Hammon ist zuversichtlich, dass bis zum 27. April genügend Geld zusammengekommen wird. An dem Tag lädt die Bürgerinitiative Lessingplatz wieder zum Fahrradfest, ein passender Termin, wie die Organisatoren finden. "Und was dort auf dem parallel laufenden Trödelmarkt nicht an den Mann gebracht wird, könnte ja schon direkt in die Givebox wandern."

Teurer übrigens als vorgesehen wird die Sanierung des Kiosks auf dem Platz. Mir den veranschlagten 26 000 Euro kommt die Bezirksvertretung 3 wohl nicht aus. Es werden schätzungsweise noch weitere 14 000 Euro aus Mitteln der BV investiert werden müssen, denn die Sanierung der Wasserleitungen kommt teurer als gedacht. Und auch neues Mobiliar sowie eine geplante kleine Küche schlagen zu Buche. Überdies steckt die BV 3 bereits stattliche 81000 Euro in die Herrichtung des etwas weiter nördlich gelegenen Toilettenhäuschens mit integriertem Technikraum. Vermutlich in der Mai-Sitzung der BV wird die Verwaltung einen Bericht abgeben, wie der Zeitplan der Sanierungen aussehen könnte. Interessenten für die Nutzung der beiden Einrichtungen gibt es viele. Das kleinere Häuschen wird bereits von dem Verein Rheinflanke, der Kindern in sozial schwierigen Vierteln Sportangebote macht, sowie dem Jugendamt genutzt.

Den ehemaligen Kiosk, der auch eine Terrasse bekommen soll, wollen Bilp, der Oberbilker Heimat- und Bürgerverein, eine Boulegruppe und andere Initiativen zu einem Nachbarschaftstreffpunkt machen. Weitere Beteiligte willkommen.

(RP)