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Leser erinnern sich an die Tour de France in Düsseldorf

Zwei Jahre nach dem Grand Départ : Leser erinnern sich an die Tour de France in Düsseldorf

Am Samstag startet das Radrennen in Brüssel. Wir haben die Leser gefragt: Was erinnert Sie an den Grand Départ in Düsseldorf 2017?

Schon zwei Jahre ist es her, dass die Tour de France in Düsseldorf ausgerichtet wurde. Am Samstag findet der Grand Départ im Ausland statt – das passiert nur alle zwei Jahre. In Brüssel wird die Tour 2019 ihre ersten Etappen absolvieren.

Das Gastspiel in Düsseldorf und Umgebung brachte Hunderttausende Besucher an den Straßenrand. Wir wollten zum Jahrestag wissen, was bei den Besuchern und Helfern in Erinnerung geblieben ist – und haben viele Rückmeldungen bekommen.

Als Erfolg erwies sich die Tour für Christof Klein. Mit seinem damals 11-jährigen Sohn besuchte er das verregnete Einzelzeitfahren und den Start der ersten Etappe am folgenden Tag. Zwei Jahre lang hatte er vergeblich versucht, seinen Sohn für Radsport zu begeistern. „Bei der Durchfahrt des Feldes sagte mein Sohn plötzlich: ,Da möchte ich später auch mal mitfahren’.“ Der Vater kaufte ihm ein Rennrad. „Bereits im folgenden Jahr wurde er NRW-Landesmeister auf der Straße und in diesem Jahr Zweiter seines Jahrgangs bei den Deutschen Meisterschaften“, erzählt Klein. „Erstaunlich, was der Start der Tour bei meinem Sohn ausgelöst hat.“

Viele Leser berichteten von ihren Erinnerungen als Helfer. Marjoleine und Fritz Körber etwa waren an der Strecke über die Graf-Adolf-Straße postiert und erinnern sich an ein „tolles Wochenende“. Günter Schulz und Horst Haas haben ihre Ausstattung inklusive „Tour-Maker“-Shirt verwahrt, Hans-Peter Skala half im Pressezentrum an der Messe und erinnert sich an „wunderschöne Tage“.

Viele Leser berichteten von ihren Besuchen an der Strecke – und dem aufregenden und kurzen Moment, wenn die Fahrer vorbeischießen. Viele haben Erinnerungsstücke: Plakate, Schilder, Trikots – und Souvenirs, die von den Fahrzeugen der Werbekarawane geworfen wurden.

Hans-Ulrich Sappok nutzte die Gelegenheit, den gesperrten Rheinalleetunnel mit dem Rad zu erkunden, während das Zeitfahren über die Rheinkniebrücke lief. Mit dabei: Seine kleine Tochter. Foto: . Hans-Ulrich Sappok
Udo Schulz-Bongert hat die Medaille vom „Race am Rhein“ aufbewahrt, das ein Jahr zuvor ausgerichtet wurde. „Die Chance, eine Tour-Teilstrecke unter Rennbedingungen zu fahren, haben wir uns nicht entgehen lassen.“. Foto: Udo Schulz-Bongert
Detlef Schlüter erinnert sich gern daran, wie er mit der Familie die Tour an der Jülicher Straße verfolgte – mit einem Topf Erbsensuppe als Verpflegung. Foto: Detlef Schlüter
Christian Lichtblau verfolgte die Tour an der Kö auf diesem verzierten Tritt. Foto: Irena Lichtblau und Christian Lichtblau
Der begeisterte Radrennfahrer Klaus Wilbert mit einem Streckenschild. Foto: Klaus Wilbert
Axel und Andrea Klabunde haben ein Werbegeschenk aufbewahrt. Foto: Axel & Andrea Klabunde
Ralf Riebe machte dieses Foto der Werbekarawane. Foto: Ralf Riebe
Marjoleine und Fritz Körber haben noch ihre Tour-Helfer-Shirts. Foto: Marjoleine u. Fritz Körber
Beliebtes Souvenir: Die Becher vom Kraftwerk-Konzert im Ehrenhof. Foto: Arne Lieb

Was ist von der Tour geblieben? Sandra Damm nennt die Kinder-Radwettbewerbe Petit Départ und der Special Petit Départ, die sie als Riegenführerin unterstützt. Sie trifft sich regelmäßig mit einer Gruppe aus Tour-Freiwilligen aus ganz Deutschland. Johannes Sprzagala-Menden hat seit 1984 fast jedes Tour-Finale auf den Champs Elysées erlebt. „Während ich vorher in Paris beim stundenlangen Warten auf das Finale meinen fragenden Platznachbarn aus aller Welt immer erklären musste, dass Düsseldorf ,near Cologne’ liegt, ist das seit 2017 anders: Man kennt nun Düsseldorf.“

(arl)