Immobiliengesellschaft in Düsseldorf: LEG-Miete steigt um 2,6 Prozent

Immobiliengesellschaft in Düsseldorf : LEG-Miete steigt um 2,6 Prozent

Die früher landeseigene Immobiliengesellschaft LEG hat im Jahr 2011 einen Verlust von mehr als 15 Millionen Euro verbucht. Laut Management waren Umstellungen bei der Buchführung und den Computersystemen die Ursache.

Die Mieten der Immobiliengesellschaft LEG liegen in der Landeshauptstadt mit 6,03 Euro je Quadratmeter zwar im unteren Segment Düsseldorfs, im landesweiten Vergleich ist Düsseldorf aber auch bei der LEG teuer. Durchschnittlich stieg die Nettokaltmiete der LEG in Nordrhein-Westfalen um 2,6 Prozent auf 4,75 Euro je Quadratmeter. Der Anstieg für Düsseldorf separat sei nicht ausweisbar, hieß es von der LEG.

In Düsseldorf betreibt die Immobiliengesellschaft, die bis 2008 dem Land Nordrhein-Westfalen gehörte, 3243 Wohnungen. Der größte Teil davon befindet sich im Stadtteil Garath. Weitere Immobilien befinden sich Am Ökotop in Heerdt, in Gerresheim sowie kleinere Immobilienbestände in Bilk Am Hennekamp. Damit zählt Düsseldorf zu den größten Standorten der LEG.

Im Jahr 2011 hat die Immobiliengesellschaft nach eigenen Angaben rund 1,9 Millionen Euro in die Modernisierung und Instandhaltung der Düsseldorfer Häuser investiert. NRW-weit steckte die LEG 13,64 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche in den Erhalt und die energetische Sanierung der Gebäude. 12,50 Euro je Quadratmeter sind ihr durch eine Sozialcharta jährlich mindestens vorgeschrieben. Das war eine der Auflagen, die das Land NRW im Jahr 2008 beim Verkauf der LEG an den Investor Whitehall Real Estate Funds vorgegeben hatte. "Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen ist darüber hinaus auch in die energetische Ertüchtigung des Bestands in Düsseldorf investiert worden - allerdings stets sozialverträglich und unter Berücksichtigung der Wohnkaufkraft der Mieter", sagte Thomas Hegel, Sprecher der Geschäftsführung der LEG. Teilweise würde auf eine energetische Sanierung verzichtet, da sie von den Mietern der LEG nicht tragbar wäre.

Im vergangenen Jahr verbuchte die LEG einen Verlust von 15,1 Millionen Euro. Grund dafür sind nach Angaben von Thomas Hegel vor allem einmalige Kosten für die Einführung des Computerprogramms SAP und die Umstellung der Bilanz von deutschem Handelsrecht auf den internationalen Bilanzierungsstandard IFRS. Dadurch soll die LEG börsenfähig gemacht werden. "Wir streben bis zum Jahr 2013 die Kapitalmarktfähigkeit an", sagte Hegel. Eine "zwingende Entscheidung" für einen Börsengang sei damit jedoch nicht verbunden. "Es ist eine Option", so Hegel weiter.

Außerdem verkündete der LEG-Chef, dass Zukäufe von weiteren Wohnimmobilien in Frage kämen. Mögliche Standorte sollten demnach in NRW liegen. Dabei habe das Unternehmen vor allem an Immobilienbeständen in der Größenordnung von etwa 1000 bis 5000 Wohnungen im Umfeld der bereits zum Unternehmen gehörenden Siedlungen Interesse.

(ila)
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