Lange Trockenphase: Extra-Wasser für Düsseldorfs Bäume

Lange Trockenphase : Extra-Wasser für Düsseldorfs Bäume

Ein ordentlicher Regenguss ist seit Wochen Mangelware. Besonders Pflanzen sitzen auf dem Trockenen. Das Gartenamt der Landeshauptstadt unternimmt etwas dagegen und hat seit Anfang Juli mit zusätzlichen Wässerungen begonnen. Bürger können mithelfen.

Gewässert werden Bäume an schwierigen Standorten, wie auf Tunneldecken oder Tiefgaragen sowie Jungbäume, die in den letzten Jahren gepflanzt wurden. Besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr erstmals auch auf den Bäumen, die zwischen fünf und zehn Jahre an einem Ort stehen.

Insgesamt werden auf einer Fläche von rund 22.000 Quadratmeter über 3000 Bäume, Sträucher oder Stauden mit Wasser versorgt. Mehrere Fahrzeuge des Gartenamtes sind mit Tanks ausgerüstet und werden nach und nach alle Stadtteile anfahren. An anderen Stellen pumpen die Gärtner das Wasser direkt aus Hydranten oder Brunnen.

Ab nächster Woche unterstützen Feuerwehr und Stadtentwässerungsbetrieb das Gartenamt mit ihren Fahrzeugen. Auch wenn die Temperaturen sinken und es zwischendurch einen Regenschauer geben sollte, sind die Böden massiv ausgetrocknet und die Bäume benötigen zusätzliches Wasser.

Bürger können das Stadtgrün tatkräftig unterstützen: Wer helfen möchte, sollte dem jungen Straßenbaum vor der eigenen Tür einmal wöchentlich sechs Eimer oder Gießkannen Wasser geben. Das ist besser als einmal am Tag nur ein bisschen zu wässern, da so die Wurzeln erreicht werden. Lediglich 20 Cent pro Baum und Woche betragen die Mehrkosten für die 60 Liter Wasser und die entsprechende Abwassergebühr.

Wer dem Jungbaum vor der Haustüre helfen und ihn mit zusätzlichem Wasser versorgen möchte, kann - solange der Vorrat reicht - dabei mit einem Wassersack vom Gartenamt unterstützt werden. Das Gartenamt stellt dafür insgesamt 500 Wassersäcke zur Verfügung.

Die Wassersäcke können 60 Liter Wasser aufnehmen und werden um die Bäume gelegt und mit einem Reißverschluss geschlossen. Das eingefüllte Wasser sickert über einen Zeitraum von fünf bis neun Stunden langsam in den Boden.

(csr)
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