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Landgericht Düsseldorf: Nicht existierende Waren für rund 100.000 Euro verkauft

Prozess vor Landgericht Düsseldorf : Nicht existierende Waren für rund 100.000 Euro verkauft

Dieses Trio aus Düsseldorf konnte per Internet zu Spottpreisen einfach alles liefern – Digitalkameras, Kühlschränke, Geschirrspüler, Handkreissägen, Computer oder auch Ortungsgeräte für Hunde. Der Haken an der Sache: Die Waren existierten überhaupt nicht.

In Wahrheit hatten die Männer (27 bis 33 Jahre) laut Anklage nie vor, die im Internet von Mitte 2016 bis April 2017 angepriesenen Waren wirklich zu beschaffen. Wegen Bandenbetruges und Urkundenfälschung sitzt das Trio seit Dienstag vor dem Landgericht.

Laut Anklage wollten die drei Männer von Anfang an nur abkassieren, hatten aber nie einen der angepriesenen Artikel geliefert. Der Schaden aus 242 Fällen soll bei mehr als 100.000 Euro liegen.

Dabei habe das Trio laut Ermittlungen professionell agiert. So habe der 33-Jährige die Vermarktung der erfundenen Waren über geknackte Internet-Zugänge eines Auktionshauses organisiert – und habe später sogar mehrere Versandfirmen komplett erfunden, um gutgläubige Besteller zu prellen.

Seine Komplizen haben laut Anklage mit gefälschten Ausweisen stets neue Bankkonten für eingehende Überweisungen eröffnet – und anschließend leergeräumt.

Ob das Gericht jeden der genannten Fälle als eigene Tat bewertet oder zu Tatkomplexen bündelt, ist noch offen. Ein Urteil soll im Juni folgen.