Düsseldorf: Lärmmessung am Abstellbahnhof gefordert

Düsseldorf: Lärmmessung am Abstellbahnhof gefordert

Beim Emissionsschutz am Abstellbahnhof Wersten lässt die Bezirksvertretung 8 nicht locker. In ihrer letzten Sitzung des Jahres beschlossen die Stadtteilpolitiker einstimmig einen Antrag von CDU, FDP und Grünen, um die Anwohner von Lärm und Abgasen zu befreien - oder zumindest zu entlasten. Viele Wünsche fügten sie dem Antrag an, mit der Bitte, die Stadt möge sich dafür einsetzen. Zum Beispiel, dass die DB Regio als 100-prozentige Tochtergesellschaft der bundeseigenen Deutsche Bahn AG wegen der Lage des Bahnhofs und der Lärmbetroffenheit der Anwohner ausnahmsweise Lärmschutzwände an den Wohngebäuden entlang des Bahnhofs errichtet.

Außerdem müssten die Förderbedingungen des "freiwilligen Lärmsanierungsprogramms Schiene" durch den Bund dahingehend modifiziert werden, dass sie die Förderung von Lärmschutzmaßnahmen auch für Bestandsanlagen zulassen. Dazu gehört, dass eine Veränderung im Verordnungswesen vorgenommen wird, damit Lärmgrenzwerte für Anlagen wie den Abstellbahnhof am Speyer Weg festgelegt werden. Außerdem sollte die Stadt das Verfahren in Bayern im Blick behalten, wo der Verwaltungsgerichtshof 2016 ein Urteil gesprochen hat, in dem festgelegt wurde, dass das Eisenbahnbundesamt (EBA) auch bei Abstellbahnhöfen Immissionsschutz anordnen kann - das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Schließlich sollte die Stadt sich dafür stark machen, dass das EBA Lärm- und Luftmessungen macht.

(nika)