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Nach Festnahme: Ladendieb strangulierte sich

Nach Festnahme : Ladendieb strangulierte sich

Düsseldorf (dto). Nachdem ein 18-Jähriger Tatverdächtiger versucht hatte, sich in seiner Zelle der Wache an der Ulmenstraße zu strangulieren, musste er am Montagabend mit leichten Verletzungen zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Von dort wird er heute in das Landeskrankenhaus überwiesen.

Gegen 19.45 Uhr wurde der 18-Jährige in einem Derendorfer Supermarkt auf frischer Tat beobachtet, als er 68 Packungen Zigaretten einsteckte. Zur Feststellung der Personalien brachte ihn eine Funkstreife zur Wache der Polizeiinspektion Nord an der Ulmenstraße. Dort konnte der Mann schnell identifiziert werden. Es handelte sich um einen drogenkranken Mann aus Düsseldorf, der schon mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten war. So verbüßt er zur Zeit noch bis September 2009 eine Bewährungsstrafe. Um festzustellen, ob der Mann aufgrund des Drogenkonsums überhaupt haftfähig war, wurde ein Arzt zur Wache bestellt.

Nur wenige Minuten später stellte die Wachhabende bei der Zellenkontrolle fest, dass der Tatverdächtige versucht hatte, sich mit einem Band aus seiner Jogginghose zu strangulieren. Die kontrollierende Beamtin löste sofort das Band und verständigte einen Notarzt. Der Beschuldigte wurde zur Beobachtung in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Von dort wird er heute zur weiteren Betreuung in das Landeskrankenhaus eingeliefert.

(gms)