Ladendieb in Düsseldorf rastet aus

Prozess vor dem Landgericht Düsselorf : Ladendieb stiehlt 150 Tafeln Schokolade

Im Auto gelebt, Stimmen gehört – vor Gericht erzählte ein mutmaßlicher Ladendieb eine wirre Geschichte. Nun wird entschieden, ob er ins Gefängnis kommt oder in eine Psychiatrie eingewiesen werden muss.

Ein extrem rabiater Ladendieb (42), der in einem Oberbilker Supermarkt 150 Tafeln Schokolade erbeutet hatte, gestand das am Montag vor dem Landgericht.

Als Ex-Fremdenlegionär habe er kurz vor dem Diebstahl eine Arbeit als Schlosser verloren, in seinem Auto gelebt, sei krank geworden, habe Stimmen gehört, kein Geld zum Drogenkauf gehabt. Als er die Schokolade ins Auto lud, wollte ein Supermarkt-Mitarbeiter ihn stoppen. Den riss der 42-.Jährige fast um. Als ein Kunde sein Auto als Sperre quer stellte, fuhr der Angeklagte mit Karacho dagegen. Er habe geglaubt, der Supermarkt-Mitarbeiter sei in Wirklichkeit sein Drogendealer, bei dem er Schulden hatte, habe daher in Panik flüchten wollen, so der Angeklagte. Ob ihm Haft droht oder die Unterbringung in einer Entzugs-  oder Psychiatrie-Klinik, will das Gericht Mitte Dezember entscheiden.

(wuk)