Düsseldorf: Kurdische Studenten besetzen DGB

Düsseldorf : Kurdische Studenten besetzen DGB

20 kurdische Studenten sind am Freitagnachmittag in die Zentrale des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an der Friedrich-Ebert-Straße in Düsseldorf eingedrungen. Die Polizei war vor Ort.

Wie eine Sprecherin der Polizei unserer Redaktion bestätigte, befanden sich die Kurden in einer Vorfalle des DGB-Hauses. Drei von ihnen diskutierten mehrere Stunden lang mit der stellvertretenden Vorsitzenden Sabine Graf und weiteren Vorständen des DGB NRW über die Lage der Menschen im Nahen Osten.

"Da das Thema sehr emotional ist", so drückte es ein Polizei-Sprecher aus, wurden noch Beamte zur Verstärkung angefordert. Es handele sich aber weder offiziell um eine Besetzung noch um eine Stürmung, teilte die Polizei weiter mit. "Die Aktion lief friedlich. Es gab keine Ausschreitungen", sagte ein Sprecher.

"Die jungen Leute haben uns eindringlich die schreckliche Lage der betroffenen Bevölkerung vor allem in Syrien dargestellt", sagte Graf im Anschluss der Gespräche. "Der DGB fordert die Politik dringend auf, umgehend humanitäre Hilfe zu organisieren und die kurdische Bevölkerung vor der Bedrohung durch islamistische Terroristen in Schutz zu nehmen."

Nach den Verhandlungen zogen die kurdischen Studenten wieder friedlich ab. Die Gewerkschafter sahen sich nicht bedroht und sehen vermutlich von einer Anzeige wegen Hausfriedensbruches ab.

Samstag findet in Düsseldorf eine Kurden-Demonstration gegen den IS mit rund 12.000 Teilnehmern statt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kurden demonstrieren am DGB-Haus in Düsseldorf

(met)
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