Kurdendemo in Düsseldorf: Friedliche Demo nach sieben Stunden beendet

Kurdendemo in Düsseldorf: Friedliche Demo nach sieben Stunden beendet

Die Demonstration für die Freilassung des inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan, zu der die Veranstalter mehr als 10.000 Teilnehmer auf den Düsseldorfer Rheinwiesen erwartet hatte, ist am Samstag nach rund sieben Stunden zu Ende gegangen.

Nach Polizeiangaben waren seit 10 Uhr am Morgen bis zu 3500 Demonstranten dort gewesen. Seit dem frühen Morgen hatten Polizisten aus ganz NRW das Gelände gesichert. Vereinzelt wurden verbotene Fahnen mit dem Porträt Öcalans eingezogen, doch zu größeren Zwischenfällen kam es nicht. Vergangenen November war eine Kurden-Demo wegen hunderter am Demonstrationsweg offenbar zuvor deponierter solcher Fahnen eskaliert. Nicht zuletzt deshalb hatte die Polizei ein Großaufgebot an Kräften aufgefahren, auch, um unmissverständlich klarzumachen, dass es diesmal keine Eskalation geben werde.

Auch die Auflagen waren klar: Reden und Musik waren erlaubt, aber weder Verkaufs- noch Imbissstände. Eigentlich hatten die Kurden an diesem Samstag in Dinslaken ein Kulturfestival feiern wollen. Das war wegen Mängeln im Sicherheitskonzept verboten worden. Danach hatten zwei Abgeordnete der Bundestagsfraktion der Linken die Demonstration zunächst am Landtag in Düsseldorf angemeldet. Für eine Demonstration ist kein Sicherheitskonzept notwendig, sie darf dann aber auch keinen Festivalcharakter haben. In Absprache mit der Polizei war die Demo am Freitag unter Auflagen auf die gegenüberliegende Rheinseite verlegt worden

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Möglicherweise deshalb blieb die Zahl der Teilnehmer unter den Erwartungen der Organisatoren. Die Besucher der Kundgebung waren aus ganz Deutschland, aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien angereist. Gegen 17.10 Uhr waren viele bereits auf dem Rückweg, als die Versammlung, die bis 20 Uhr angemeldet war, offiziell beendet wurde.

(sg)