Kurden-Demo in Düsseldorf: Hunderte zogen als Menschenkette durch die City

Friedliche Demonstration am Samstag : Hunderte Kurden zogen als Menschenkette durch Düsseldorf

Am Samstag haben in Düsseldorf hunderte Kurden demonstriert. Sie bildeten eine Menschenkette und zogen vom Hauptbahnhof zum Landtag. Laut Polizei blieb es friedlich, der Verkehr war kaum beeinträchtigt.

Hunderte Kurden haben am Samstag in der Düsseldorfer Innenstadt demonstriert. Sie bildeten eine Menschenkette und zogen vom Hauptbahnhof zum NRW-Landtag. Die Polizei spricht von „mehreren hundert Teilnehmern“. Gegen 15 Uhr wurde die Demonstration von der verantwortlichen Leiterin beendet. Anschließend fand noch eine Abschlusskundgebung statt.

Nach Angaben der Polizei verliefen die Aufzüge und die Kundgebungen überwiegend friedlich und störungsfrei. Nennenswerte Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Es wurden allerdings - entgegen der Auflagen - verbotene Symbole gezeigt. Diese Verstöße seien „konsequent geahndet“ worden, teilte die Polizei mit.

An der Demonstration nahmen deutlich weniger Kurden teil als erwartet. Zuvor hatten die Veranstalter von 7000 Teilnehmern gesprochen, die teilweise mit Bussen anreisen sollten. An der hohen Teilnehmerzahl war jedoch bereits im Vorfeld gezweifelt worden. Die Verkehrsbeeinträchtigungen blieben entsprechend gering.

Bereits am Morgen hatte sich die geringere Teilnehmerzahl angedeutet: Um 10.30 Uhr waren erst 40 Menschen vor dem DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße, 40 weitere standen vor dem Landtag. Mit der Zeit gab es dann aber immer mehr Zulauf: Gegen 11.30 Uhr waren es insgesamt rund 500 Teilnehmer.

Die Kurden-Demonstration in Düsseldorf mit dem Motto „7000 Kurd*innen sind im Hungerstreik - Menschenkette vom Hauptbahnhof bis zum Landtag“ war vom Verein „Deutsch-kurdisches Kulturhaus“ angemeldet worden und hatte im Vorfeld für Ärger gesorgt. Händler an der Königsallee hatten sich darüber beschwert: Am Samstag fand in der Innenstadt zeitgleich der dritte Tag des „Deutschen Parfumpreises“ statt, der in diesem Jahr in Düsseldorf verliehen wird. In einem Schreiben hatte die Interessengemeinschaft der Kö-Händler die Polizei gebeten, die Kurden-Demonstration abzusagen. Die Polizei hatte dies jedoch mit Verweis auf das Demonstrationsrecht abgelehnt.

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