Kurden-Demo 2018 in Düsseldorf: Polizei sieht sich auf mögliche weitere Aktionen vorbereitet

Nach Tumulten in Düsseldorf: Polizei rechnet mit weiteren Kurden-Demos

Düsseldorf: Polizei löst Kurden-Demonstration am Hauptbahnhof auf

In vielen Städten Deutschlands demonstrieren Menschen gegen die türkische Offensive auf die nordsyrische Kurdenhochburg Afrin. Am Wochenende gab es bei Protesten in Düsseldorf Verletzte. Ob es weitere Demos geben wird, ist offen. Die Polizei rüstet sich dafür.

Nach mehreren Demonstrationen gegen die türkische Offensive auf die nordsyrische Kurdenhochburg Afrin ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen auf mögliche weitere Versammlungen in den kommenden Tagen vorbereitet. "Die Einsatzbereitschaft der Polizei ist erhöht", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern arbeiteten eng zusammen, schätzten die Lage immer wieder aktuell ein und passten ihre Maßnahmen dementsprechend auch an.

Am Sonntag gab es mehrere spontane Protestaktionen. Am Flughafen in Düsseldorf kam es dabei zu Auseinandersetzungen. Es gab Verletzte, unter anderem, weil die Polizei Pfefferspray einsetzte, wie eine Sprecherin sagte. Eine genaue Verletztenzahl lag ihr am Abend nicht vor. Bis zu 400 Demonstranten hielten sich demnach zeitweise im Flughafen auf, bis die Polizei sie aus dem Gebäude drängte.

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Bei rund 500 Menschen hätten die Beamten die Personalien festgestellt. Es seien Platzverweise erteilt worden, berichtete die Sprecherin. Die Polizei sprach von einem "aggressiven Verhalten gegenüber den Polizeibeamten". Ebenfalls in Düsseldorf waren über mehrere Stunden die Gleise der Rheinbahn am Konrad-Adenauer-Platz besetzt worden. Am Abend fuhren die Bahnen laut Polizei wieder. Auch in Dortmund gab es eine Demonstration.

In mehreren deutschen Städten gab es Protestaktionen, an denen zumeist Kurden teilnahmen. Die türkischen Streitkräfte hatten am 20. Januar eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien gestartet. Inzwischen sollen sie sich der schwer umkämpften Stadt Afrin bis auf wenige Hundert Meter genähert haben.

(lsa/lnw)