Museum: Kunstsammlung eröffnet neu gestalteten Innenhof

Museum: Kunstsammlung eröffnet neu gestalteten Innenhof

Der neu gestaltete Innenhof des K20 im Durchgang zwischen Ratinger Straße und Grabbeplatz ist fertig. Museumleiterin Marion Ackermann und Kultur-Staatssekretär Klaus Schäfer stellten den Platz, der nach dem Maler Paul Klee benannt wurde, jetzt der Öffentlichkeit vor. Das Land hatte die Umgestaltung mir rund 400 000 Euro finanziert.

Der Platz ist von hoher städtebaulicher Bedeutung. Er liegt auf dem viel genutzten Weg und der Sichtachse zwischen der Ratinger und der Bolker Straße. Diese besondere Lage berücksichtigt die Neugestaltung. Schon nach der Neueröffnung des K20 im Jahr 2010 erhielt der Innenhof einen bis zur Bolker Straße sichtbaren Blickfang: die acht mal 27 Meter große, farbenfrohe Mosaikwand der Künstlerin Sarah Morris. Gemeinsam mit der Werbung für die jeweils aktuelle Ausstellung des K20 auf der Fassade soll die Wand das Kunsthaus weit sichtbar machen.

Nun wurde der Rest des rund 1000 Quadratmeter großen Platzes nach Plänen der Landschaftsarchitekten Georg und Erika Penker gestaltet. Sie ließen in einer Ecke einen Hain aus 16 Himalaya-Birken mit charakteristischen weißen Stämmen anlegen. Museumschefin Ackermann hatte die Baumart in der Tate Gallery in London entdeckt. Neben dem kleinen Garten wurden Sitzbänke aufgestellt.

An die Geschichte des Ortes erinnert jetzt eine Vitrine mit einem Stück der historischen Stadtmauer. Dass man bei den Arbeiten im Boden auf Überreste der Mauer stoßen werde, war keine Überraschung — ihr Verlauf ist gut dokumentiert. Eine Linie im Pflaster zeigt jetzt, wo der 1384 erbaute Schutzwall stand. In der Vitrine ist ein Querschnitt durch das Gemäuer ausgestellt. Die Feldbrandziegel, die mit Kalkmörtel verfugt waren, wurden konservatorisch gefestigt.

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Kunstsammlungs-Leiterin Marion Ackermann meint, die Neugestaltung habe den Platz vitalisiert. "Er ist jetzt menschengerecht", sagt sie. Die Kunstkurse für Kinder und Jugendliche nutzten schon die Freifläche. Ackermann kann sich auch vorstellen, dort im Sommer mal eine Ausstellung zu eröffnen. Klar ist aber: Der Großteil des Platzes darf nicht bebaut werden. Denn er dient auch als Wendepunkt für Lastwagen und Feuerwehrzufahrt.

Die Benennung nach Paul Klee erinnert an den Schweizer Maler, der auch ein Jahr Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie war, bis ihn 1933 die Nazis vertrieben. Klee ist auch ein wichtiger Künstler für die Kunstsammlung: Sie besitzt seit 1960 rund hundert seiner Werke. Mit der Geschichte dieser vielgereisten Sammlung befasst sich eine Ausstellung, die im September eröffnet wird — allerdings im anderen großen Haus der Kunstsammlung, dem K21 im Ständehaus.

(RP)
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