Kunst für die Bibliothek

Kunst für die Bibliothek

arne.lieb@rheinische-post.de

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Es gab viele gute Gründe dafür, die Zentralbibliothek in das ehemalige Postgebäude am Hauptbahnhof zu verlagern. Das Aussehen des ehemaligen Paketlagers gehörte sicher nicht dazu. Andere Städte leisten sich eine Bibliothek als architektonischen Hingucker, Düsseldorf hat sich - für diese Stadt sehr ungewöhnlich - für die praktische, aber schmucklose Variante entschieden. An dieser Entscheidung ist nicht mehr zu rütteln.

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Die gläserne Eingangshalle kann aber optisch nicht alles gewesen sein, was das neue Kulturzentrum als solches erkennbar macht. Erst jetzt stellt die Verwaltung vage in Aussicht, dass Künstler in die Gestaltung eingebunden werden könnten - so wie es bei der Wehrhahn-Linie vorbildlich gelungen ist. Das ist ein guter Ansatz. Aber warum so spät? Wenn noch etwas Besonderes gelingen soll, ist es höchste Zeit.

Das Gebäude wäre es wert. Die Zentralbibliothek soll einer der inspirierenden und identitätsstiftenden Orte der Stadt werden. Diesen Anspruch muss das KAP1 auch nach außen zeigen. Es ist höchste Zeit, sich über Kunst am Bau intensiv Gedanken zu machen.

(RP)
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