Düsseldorf: Zwischen der Kulturszene und Geisel knirscht es

Düsseldorf : Zwischen der Kulturszene und Geisel knirscht es

An einer Verständigung zwischen Kunstschaffenden und Oberbürgermeister Thomas Geisel scheint es weiter zu mangeln. Das jedenfalls ist der Eindruck vieler Teilnehmer eines Treffens mit Geisel in der Kunsthalle Ende Januar hinter verschlossenen Türen. Angestrebt war ein offener, partnerschaftlicher Dialog. Ein Klima des Vertrauens sollte geschaffen werden. "Das Ergebnis war ernüchternd", schreibt jetzt Stefan Oehm vom Freundeskreis der Kunsthalle, der zusammen mit Andreas Knobloch und Helmut Schweizer das Treffen initiierte.

Zwar konnten die etwa 30 Kulturschaffenden aus dem Gespräch mit Geisel den Eindruck gewinnen, dass es derzeit keine konkreten Pläne für eine im Museum Kunstpalast angesiedelte Generalintendanz gebe - die unter anderem die Kunsthalle, das KIT sowie das Hetjens-Museum berühren würde. "Aber eindeutig ausgeschlossen wurden diese Überlegungen für die Zukunft auch nicht", so Oehm. Keine der zuletzt entstandenen Irritationen konnten bei dem Treffen tatsächlich ausgeräumt werden, hieß es.

Und das beunruhigt, da viele Teilnehmer darin "Indizien einer bedrohlichen Einstellung zur Kultur und ihrer gesellschaftlichen Aufgabe" erkannten, "die immer weitere Kreise zieht". Dabei sei doch Kultur, so wird die aktuelle Heine-Preisträgerin A. L. Kennedy zitiert, "das Herz der Demokratie".

(los)
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