Düsseldorf: Zu dritt und doch so laut

Düsseldorf : Zu dritt und doch so laut

The Rural Alberta Advantage gaben im Zakk ein Konzert mit viel Wucht.

Am Ende ihres Konzerts im Zakk suchen The Rural Alberta Advantage die Nähe des Publikums. Es geht runter von der Bühne und rein in die Menge, mit ausgesteckter Gitarre und abgeschraubter Trommel. Zum Abschied spielen sie denn noch mal ganz akustisch. Es wirkt wie ein Durchatmen nach anderthalb Stunden unaufhörlicher Intensität.

Das 2005 gegründete Indie-Trio aus dem kanadischen Toronto schreibt Songs, hinter denen man seit ihrer einstigen Durchbruchs-Ballade "Don't Haunt This Place" gerne eine gewisse Niedlichkeit vermutet. Auf der Bühne hingegen wohnt fast jedem Lied eine Folkrock-artige Inbrunst inne. Und eine klangliche Wucht, wie sie bei derart kleiner Besetzung nur selten entsteht. Ihren Hit aus den Anfangszeiten geben sie gleich zu Beginn. Der Auftakt trägt sie durch den gesamten Konzertabend.

Wie sie da stehen, angeordnet in einer Reihe, erscheint es fast sinnbildlich für die Wichtigkeit jedes einzelnen Bandmitglieds: Sänger Nils Edenloff mit seiner glockenhellen Stimme und der immerwährenden Akustikgitarre in der Hand, die er so punkig anschlägt; Schlagzeuger Paul Banwatt, dessen überbordende Grooves zum stilprägenden Element ihres Sounds wurden. Und dann ist da noch die Multiinstrumentalistin Robin Hatch, die die Höhen mit ihrem Backgroundgesang und die Tiefen mit einem Basspedal abdeckt. The Rural Alberta Advantage graben sich durch ihr bislang drei Alben umfassendes Werk, spielen Survivors "Eye of the Tiger" nach und präsentieren Songs, die auf ihrem nächsten Album erscheinen sollen.

Schließlich mischt sich das Trio unters Publikum, sie spielen nun noch einen früheren, den fünf Jahre alten Song "Good Night". Dann ist Schluss.

(RP)