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"WInterliche Orgelkonzerte" in der Orgelstadt Düsseldorf

Serie Orgeln in Düsseldorf : Flötentöne und Donnerbrausen

Düsseldorf ist eine der reichhaltigsten Orgelstädte Deutschlands. Die beliebte Reihe der „Winterlichen Orgelkonzerte“ wird das erneut unter Beweis stellen.

Es war vor knapp 40 Jahren, da in Düsseldorf die legendären Messiaen-Feste ausgetragen wurden, und ich hatte die große Freude und auch Ehre, als junger Musikkritiker dieser Zeitung viele Konzerte hautnah mitzuerleben. Aus dieser Zeit resultiert meine tiefe Verbundenheit mit der Orgelstadt Düsseldorf und der reichhaltigen Kirchenmusik in der Landeshauptstadt. Mehrere Orgelkonzert-Reihen haben ihre festen Fans, zu Sommer- und Winterzeiten und beim Ido-Festival geht es besonders konzentriert zur Sache.

 Die Orgel der Neanderkirche ist weltberühmt. Hier finden im Sommer viele Konzerte statt.
Die Orgel der Neanderkirche ist weltberühmt. Hier finden im Sommer viele Konzerte statt. Foto: Endermann, Andreas (end)

Auch jetzt wieder: Ab 21. Januar gibt es die beliebte Reihe der „Winterlichen Orgelkonzerte“, die beinahe sämtliche Stadtteile erfasst und – im Gegensatz zu den „Sommerlichen Orgelkonzerten“ in der Neanderkirche – von den katholischen Kirchenmusikern der Stadt gestaltet wird. Es geht von Derendorf nach Gerresheim, von der Altstadt nach Flingern, von Oberkassel nach Kaiserswerth, von Holthausen nach Heerdt, von Bilk nach Mörsenbroich und nach Hassels.

 Gelegentlich muss auch mal gestimmt werden – hier in der Herz-Jesu-Kirche in Derendorf.
Gelegentlich muss auch mal gestimmt werden – hier in der Herz-Jesu-Kirche in Derendorf. Foto: Bußkamp, Thomas/Bußkamp, Thomas (tbu)

Über die Instrumente der Stadt darf man voller Stolz sagen: Düsseldorf dürfte zu den bedeutendsten Orgelstädten Deutschlands zählen. Hier werden über ein ganzes Stadtgebiet alle Wünsche erfüllt: Man hört französisch-romantische Wuchtbrummer, süddeutsch-barocke Filigranklänge, strengen norddeutschen Barocksound. Hier geht es symphonisch, dort kammermusikalisch zu. In etlichen Kirchen wurden Schallplattenaufnahmen durchgeführt.

 Der Arbeitsplatz des Organisten: Spieltisch der Schoeler-Orgel der evangelischen Kirche in Urdenbach.
Der Arbeitsplatz des Organisten: Spieltisch der Schoeler-Orgel der evangelischen Kirche in Urdenbach. Foto: Orgelbau Fasen
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Das alles ist nur möglich durch eine Vielzahl großartiger Kantoren, die mit Musik nicht nur die Gottesdienste verschönern, sondern auch die famose Orgelliteratur von Dieterich Buxtehude und Johann Sebastian Bach bis hin zu Olivier Messiaen, Charles Tournemire, Maurice Duruflé, Petr Eben oder Philip Glass erklingen lassen.

 Der Organist als öffentlicher Vortragskünstler: Das macht der fahrbare Spieltisch in St. Antonius Oberkassel möglich.
Der Organist als öffentlicher Vortragskünstler: Das macht der fahrbare Spieltisch in St. Antonius Oberkassel möglich. Foto: Orgelbau Mühleisen

In der Orgelkonzertwoche gibt es zahlreiche Attraktionen, etwa ein Gastkonzert von Vincent Dubois, einem der drei Titularorganisten an der Kathedrale Notre Dame in Paris. Er spielt am Sonntag, 23. Januar, 16 Uhr, in der beliebten Reihe „Sonntagsorgel“ in der Andreaskirche in der Altstadt. Drei Stunden später bietet Hanjo Robrecht und nur einige hundert Meter weiter eine Orgelversion des „Karnevals der Tiere“ von Camille Saint-Saëns in der Lambertus-Basilika.

 Glanz ist auch in der kleinsten Hütte - in Urdenbach.
Glanz ist auch in der kleinsten Hütte - in Urdenbach. Foto: Orgelbau Fasen

Einläuten wollen wir diese Orgelwoche mit einer eigenen kleinen journalistischen Orgelwoche. Wir haben vier bekannte Düsseldorfer Kantorinnen und Kantoren gebeten, uns einen kleinen Text über ihre Düsseldorfer Lieblingsorgel zu schreiben. Die Bedingung an Evelin Affolderbach (Gerresheim), Susanne Hiekel (Kaiserswerth), Odilo Klasen (Mörsenbroich) und Hanjo Robrecht (Derendorf) lautete: Es darf nicht die eigene sein!