Werkstätten in Düsseldorf: Verein befragt Künstler für mögliches Werkkunsthaus

Diskussion um Werkstätten in Düsseldorf : Verein befragt Künstler für mögliches Werkkunsthaus

Die Pläne für ein Werkkunsthaus in Düsseldorf sollen sich in den kommenden Monaten konkretisieren. Zu diesem Zweck hat der Verein der Düsseldorfer Künstler nun einen Fragebogen ins Internet gestellt, in dem Künstler ihre Bedürfnisse für eine Werkstatt äußern können.

Die Abfrage soll helfen, den tatsächlichen Bedarf in der Künstlerschaft zu ermitteln.

Der Verein denkt seit einiger Zeit laut über die Einrichtung von gemeinschaftlich nutzbaren Werkstätten nach, in die sich Künstler temporär einmieten und mit dort vorhanden Werkzeugen Arbeiten produzieren können. Ein solches Werkkunsthaus solle helfen, die Situation der Künstler zu verbessern, heißt es vom Verein, da die Anschaffung von Maschinen für einzelne Kollegen oft unbezahlbar sei. Zuletzt warb der Vereinsvorstand auf politischer Ebene für sein Projekt. Die Idee sei sowohl in den Düsseldorfer Ratsfraktionen von SPD, CDU, FDP und Grünen positiv aufgenommen worden als auch von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), so Jörg-Thomas Alvermann vom Verein der Düsseldorfer Künstler. Auch mit dem NRW-Kulturministerium gab es Gespräche. Das Land könnte sich eine Unterstützung laut Alvermann ebenfalls vorstellen, zumal die Nutzung der Werkstätten allen Künstlern möglich sein soll, nicht nur den Düsseldorfern.

Wo das Werkkunsthaus entstehen könnte, ist derweil offen. Das früheres Gebäude des Albrecht-Dürer-Berufskollegs am Fürstenwall, das als möglicher Standort gehandelt wurde, ist mittlerweile aus dem Rennen. Weil die Einrichtung der Werkstätten besonderer Anforderungen bedarf, sei ein Neubau womöglich günstiger, als in den Bestand zu ziehen, so Alvermann. Auf Basis der Befragung sollen die Pläne in einem Workshop weiterentwickelt werden, auch Architekten sollen dann beteiligt und ein erster „vorsichtiger Finanzplan“ erstellt werden.

Info Die Befragung läuft bis 21. März: www.vddk1844.de