Düsseldorf: Was die Graffiti-Künstler geschaffen haben

Düsseldorf : Was die Graffiti-Künstler geschaffen haben

Für das Festival "40 Grad" haben lokale und internationale Wandmaler in der Stadt gewirkt – und mehr als 20 Werke hinterlassen.

Für das Festival "40 Grad" haben lokale und internationale Wandmaler in der Stadt gewirkt — und mehr als 20 Werke hinterlassen.

Zwei Wochen lang haben sich beim Festival "40 Grad" Wandmaler aus der Region und internationale Gäste getroffen — nun lassen sich die Ergebnisse überall in der Stadt betrachten: An mehr als 20 Orten haben die Künstler Bilder im öffentlichen Raum geschaffen, darunter rund zehn größere Projekte.

An einer Hauswand an der Suitbertusstraße 151 in Bilk zum Beispiel hat sich eine Gruppe künstlerisch mit Motiven aus Bert Gerresheims Stadterhebungsmonument auseinandergesetzt, von einer Wand an der Erkrather Straße in Flingern-Süd blickt Joseph Beuys die Betrachter an und mahnt: "Wer nicht denken will, fliegt raus." An einer Fassade am Gatherhof in Rath ist das Gesicht eines Affen zu sehen — gemalt nur in schwarz und gelb und mit beeindruckender Wirkung.

Das 14-tägige Festival war von den Vereinen Farbfieber, Düsseldorfer Künstler. Kinderclub Kiefernstraße und der Pretty-Portal-Galerie organisiert worden und wollte verschiedene Strömungen in der lebhaften Szene zeigen. Die hat in Düsseldorf angesichts der bunten Häuser an der Kiefernstraße und der Farbfieber-Gemälde eine lange Tradition. Wichtig war den Organisatoren, Kinder und Jugendliche einzubeziehen: Von 40 Veranstaltungen waren die Hälfte Workshops und Malaktionen. Alle Aktionen waren legal: Die Hauseigentümer hatten ihre Objekte zur Verfügung gestellt.

Ein letzter Eindruck des Festivals lässt sich in der Galerie "40Grad-Labor" an der Ratinger Straße/Ecke Mühlengasse erlangen. Dort haben viele der beteiligten Künstler Werke beigesteuert. Die Galerie soll noch einige Wochen geöffnet bleiben. Erst im nächsten Frühjahr werden zehn weitere Werke in Flingern-Nord zugänglich sein: Die übriggebliebenen Pfeiler des abgerissenen Zeltdachs im Allwetterbad sind bunt bemalt worden.

(RP)