Düsseldorf: Theatermuseum hebt Stars ins Rampenlicht

Düsseldorf : Theatermuseum hebt Stars ins Rampenlicht

Eine Ausstellung zum Stadtgeburtstag wird 2013 einer der Höhepunkte des Programms sein.

Die Besucherzahlen steigen seit Jahren. Allein 2012 kamen mehr als 23 000 Menschen ins Theatermuseum an der Jägerhofstraße. Nicht nur, um die Ausstellungen zu besichtigen, sondern vor allem, um Theater zu sehen oder Themengespräche zu verfolgen. Das Rahmenprogramm ist in den 25 Jahren, in denen das Museum seinen Sitz im Hofgärtnerhaus hat, zum Arbeitsschwerpunkt geworden.

Dass sich das Museum längst zu einer Bühne für freie Schauspielgruppen, Theaterpädagogik und Festivals gewandelt hat, könnte sich irgendwann im Namen des Hauses niederschlagen, sagt Direktor Winrich Meiszies: "Wir haben schon darüber nachgedacht, uns umzubenennen."

Doch in absehbarer Zeit werde es beim Namen Theatermuseum bleiben, sagt er, "weil es die Leute kennen". Um alte Besucher erneut ins Haus zu locken und neue zu gewinnen, verspricht das Museum auch für dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm.

Auftakt ist die Ausstellung "ARTspektrum" vom 23. Februar bis zum 24. März, konzipiert von Studenten der Kunstgeschichte an der Heine-Universität in Zusammenarbeit mit Schmuckdesignerinnen der Fachhochschule und Studenten der Kunstakademie.

In Bildern, Fotos und Videos beschäftigen sie sicht mit Theater, Oper und Ballett. Aus Moskau kommt die Schau "Diaghilevs Theater und die Mode des Art Deco" (8. März bis 7. April). Sergej Diaghilev (1872-1929) machte sich einen Namen als Leiter der Ballets Russes. Die Ausstellung zeigt die Kostüme, Bühnenbilder und Figuren der Inszenierungen.

"Im Rampenlicht" steht ab dem 20. April das Düsseldorfer Theaterleben seit dem 16. Jahrhundert. Die gleichnamige Ausstellung anlässlich der 725. Jahr-Feier der Stadt zeigt die Entwicklung der örtlichen Theater im Spiegel ihrer Darsteller. Die Schau dauert bis ins kommende Jahr. Dazwischen gibt es eine Reihe von Festivals.

Das Düsseldorfer Ensemble "Phönixallee" veranstaltet vom 15. bis zum 17. März ein Improvisations-Festival. Bei "Made in Düsseldorf" präsentiert sich vom 30. Mai bis zum 1. Juni die freie Theaterszene. Dafür können sich Gruppen bis zum 14. Februar anmelden. Die Ergebnisse ihrer Workshops präsentieren junge Schauspieler beim Festival "Play It Again" im Oktober.

Zur Museumsnacht am 20. April startet die Reihe "Das rote Sofa", auf dem anschließend in regelmäßigen Abständen örtliche Theaterkünstler Platz nehmen werden, um über ihre Arbeit zu berichten.

Das alles bewältigt das städtische Theatermuseum mit einem jährlichen Budget von nur rund 100 000 Euro, sagt Direktor Meiszies, "mehr sparen können wir nicht."

(RP)
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