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Tanzhaus NRW in Düsseldorf zeigt „Karla, Ändi, Arthur“

Aufführung im Tanzhaus NRW : „Karla, Ändi, Arthur“ mit blinder Schauspielerin und Hund

Mit „Karla, Ändi, Arthur“ beginnt eine Reihe von spannenden Inszenierungen am Tanzhaus NRW. In der Trilogie von Barbara Fuchs soll es um Beziehungen zwischen Menschen zum Tier gehen, zu Dingen und zur Umwelt.

Karla sieht mit dem Knie, Ändi besser mit der Nase und Arthur sieht am liebsten gut aus. Barbara Fuchs verwischt in ihrer neuen Inszenierung für Kinder ab fünf Jahren, die vom 3. bis 6. Dezember im Tanzhaus NRW zu sehen ist, die Grenzen zwischen Mensch und Tier.

Inspiriert wurde die Choreografin dabei von der besonderen Beziehung zwischen der blinden Schauspielerin Karla Faßbender und ihrem Hund Ändi. Der Retriever hat wie sein Frauchen eine Rolle in dem Hör-Tanz-Stück ergattert. Gar nicht so leicht für einen Blindenführhund, der praktisch immer im Dienst ist, sobald sein Mensch ihm ein Geschirr umlegt.

„Karla, Ändi, Arthur“ ist der Auftakt einer Trilogie, die Barbara Fuchs plant, um Beziehungen aus verschiedenen Perspektiven zu bearbeiten, sei es des Menschen zum Tier, zu Dingen oder zur Umwelt.

Karla und Ändi treffen auf Arthur, der ganz anders als die beiden seine Umwelt wahrnimmt. Spielerisch untersuchen die drei fellüberzogene Steine und pelzige Blumen, halten die Nasen in den Wind und lauschen gespannt auf Geräusche. Die 70-jährige Kölnerin Karla punktet mit Lebensweisheit, der vierbeinige Ändi mit fröhlichem Schwanzgewedel und Arthur als Tänzer. Die Grenzen zwischen Mensch und Tier sind aufgehoben, sie sind sich gleich.

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Choreografin Barbara Fuchs, Komponist Jörg Ritzenhoff und Tänzer Arthur Schopa haben sich von Karla Faßbender und ihrem Blindenführhund Ändi eine neue Welt zeigen lassen. Es sei gar nicht so leicht gewesen, eine blinde Künstlerin zu finden, die bereit war, sich auf das Stück einzulassen, resümiert Barbara Fuchs. Denn auch für Karla bedeutet die Arbeit an „Karla, Ändi, Arthur“, sich auf etwas Neues einzustellen. Eine Welt, die anders ist als diejenige, durch die ihr Vierbeiner sein Frauchen normalerweise führt. Vielmehr ist es ein Reich, in dem alle Sinne gleichgestellt sind. Ist Sehen wichtiger als Fühlen, Hören wichtiger als Riechen? Oder können alle Sinne gleichbedeutend sein?

Begleitend zum 45-minütigen Stück gibt es eine Audiodeskription mit Tastführung und einem anschließenden Talk. Dieses besondere Angebot richtet sich an blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher. Sie können dabei vor Vorstellungsbeginn auch das Bühnenbild und die Kostüme multisensorisch erfahren.

Für die Audiodeskription mit Tastführung ist eine vorherige Anmeldung unter Tel. 02 11/17 2 70-56 oder per Mail ticketservice@tanzhaus-nrw.de erforderlich.  Das Stück mit Karla, Ändi und Arthur ist vom 3. – 6. Dezember im Studio 6 des Tanzhauses NRW, Erkrather Str. 30, zu sehen. Für die Vorstellungen am 4. und 5. (Beginn: 16 Uhr) gibt es noch Karten. Es gilt die 2G Regel und Maskenpflicht.