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Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf: Pleiten, Pech und Pannen bei "La traviata"

Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf : Pleiten, Pech und Pannen bei "La traviata"

Die Aufführung des weltbekannten Stücks "La traviata" von Giuseppe Verdi an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf stand am Mittwochabend unter einem schlechten Stern. Zuerst versagte die Bühnentechnik, dann dem Tenor die Stimme.

Das Drama wurde den Zuschauern schon vor dem Beginn der Inszenierung offenbart. Dem Publikum wurde von Operndirektor Stephen Harrison erklärt, dass die Bühnentechnik nicht funktioniere. Es klaffte ein großes Loch dort, wo eigentlich die Leinwand am hinteren Teil der Bühne vorhanden sein sollte. "Seit dem Umbau vor ein paar Jahren haben wir immer wieder damit Probleme gehabt, nun klappt es aber zum ersten Mal nicht", hieß es.

Zu allem Überfluss kam hinzu, dass einem Hauptdarsteller kurz vor der Aufführung die Stimme versagte. Es gehe ein Virus um, und nun habe es Andrej Dunaev erwischt, der Alfredo Germont darstellen sollte — und es auch tat, allerdings unterstützt durch die Stimme seines Ersatzmannes.

Offenbar sind an dem Abend gleich zwei Pannen zusammengekommen, sagte am Donnerstagmorgen Monika Doll, Sprecherin der Oper. Es passiere aber durchaus häufiger, dass ein Künstler ersetzt werden muss, weil er nicht mehr singen könne.

"Andrej Dunaev hat während der Aufführung gemerkt, dass sein Stimme nicht durch den Abend trägt", sagte Monika Doll. Das habe Dunaev hinter der Bühne gesagt. Dort stand der Nachwuchskünstler des Opernstudios Evgenii Nagovitcyn bereit. Er hat den Gesangspart übernommen, Dunaev hat auf der Bühne weiter seine Rolle gespielt.

Was der Auslöser für die technischen Probleme war, werde nun noch geklärt. Nach der Pause war das Bühnenbild allerdings wieder in Ordnung.

Die Zuschauer nahmen dem Ensemble diese Fauxpas nicht übel: Nach rund zweieinhalb Stunden verabschiedeten sie die Darsteller samt Orchester mit minutenlangem Applaus.

(RP)