Verleihung in Hollywood Düsseldorf ist erneut im Rennen um den Oscar

Düsseldorf · Bei der kommenden Verleihung der Oscars in Los Angeles ist Düsseldorf wieder mit im Rennen. Der Kurzfilm „Lamarck“ von Marian Mayland ist in der Filmwerkstatt Düsseldorf entstanden.

 Jan Wagner und Nils Kemmerling von der Filmwerkstatt.

Jan Wagner und Nils Kemmerling von der Filmwerkstatt.

Foto: Filmwerkstatt Düsseldorf

Auch bei der kommenden Verleihung der Oscars in Los Angeles ist Düsseldorf wieder mit im Rennen. Bereits in diesem Jahr hatte Volker Bertelmann,  auch bekannt als Hauschka, den Preis für die beste Filmmusik für „Im Westen nichts Neues“ gewonnen. Nun ist die Stimmung in der Filmwerkstatt gespannt.

18 deutsche Kurzfilme wurden für den Wettbewerb um den 96. Oscar eingereicht, die sich zwischen 1. Oktober 2022 und 30. September 2023 für die Einreichung qualifiziert hatten. Mit im Rennen ist der Kurzfilm „Lamarck“ von Marian Mayland, der im „Filmlab“ der Filmwerkstatt Düsseldorf entstand. „Voraussetzung für die Oscar-Einreichung ist, dass der Film zuvor einen Preis gewonnen hat“, erklärt Jan Wagner, Leiter der Filmwerkstatt Düsseldorf. „Lamarck“ von Marian Mayland gewann 2022 unter anderem den Deutschen Kurzfilmpreis. 

 Die Filmemacherin und Künstlerin Marian Mayland wurde 1988 in Bocholt geboren und studierte in Essen und Basel Malerei und zeitgenössische Kunst. Sie gewann für ihren Kurzfilm „Eine Kneipe auf Malle“ bereits 2018 einen Preis bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

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Foto: dpa/-

Etwas Geduld ist bei diesem Preis jedoch noch gefragt: Denn am 21. Dezember werden erst die „Shortlists“ für den Oscar bekannt gegeben, mit jeweils bis zu 15 Titeln, von denen fünf nominiert werden und bei der Oscar-Verleihung am 10. März 2024 dabei sind.

Die Filmwerkstatt Düsseldorf fördert seit 1976 junge Filmemacher, indem sie kostenlos ihr Produktionsequipment zur Verfügung stellt und sie inhaltlich und technisch begleitet von der Stoffentwicklung bis zur Festivaleinreichung. „Bei uns haben junge Regisseurinnen und Regisseure nach ihrem Studium die Chance für ihre erste eigenständige Produktion“, sagt Wagner.

Vor elf Jahren hat die Filmwerkstatt ihr Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene erweitert. Die Junge Filmwerkstatt wurde für Nachwuchsfilmer ab 16 Jahren gegründet und bietet unterschiedliche Formate an. Aktuell produzieren im Projekt „YoungFilmLab“ acht Jungregisseurinnen und -regisseure sowie angehende Künstler fünf Kurzfilme.

Nils Kemmerling, der die Junge Filmwerkstatt und das Projekt leitet, verrät wenige erste Details. „Die Projekte sind sehr divers. Ein weibliches Team dreht eine Dokumentation über den in Berlin lebenden Künstler Gerd Zink. Dann wird es einen Coming of Age-Film mit dem Titel Stacheldraht geben über Hip-Hoper, die sich und ihre Musik entdecken, und einen Kurzfilm, der um einen Familienstammtisch kreist.“ Öffentlich präsentiert werden alle Filme im Februar 2024 im Kino der Filmwerkstatt.

(anbu)
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