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Oratorium "Elias" in St. Andreas aufgeführt

Konzert : Mendelssohns Oratorium „Elias“ in der Andreaskirche

Gleich zwei Chöre haben in den vergangenen Wochen unabhängig voneinander Mendelssohns „Elias“ einstudiert. Das erste Konzert war an diesem Wochenende in der Andreaskirche.

Erst vor wenigen Wochen feierte der Musikverein sein 200-jähriges Jubiläum mit Felix Mendelssohn Bartholdys erstem Oratorium „Paulus“. Nun war in der Andreaskirche der 2005 gegründete Projektchor Düsseldorf und der Dortmunder Oratorienchor mit „Elias“ zu hören, Mendelssohns zweitem Oratorium. Am nächsten Sonntag gibt es sogleich eine weitere Interpretation dieses Werkes. Beide wurden unabhängig voneinander erarbeitet.

Die rund 60 Sänger, die an diesem Wochenende ihre Interpretation erklingen ließen, wurden durch Heiko Waldhans in Dortmund und Stephan Hahn in Düsseldorf bestens vorbereitet. Zusammen mit den Dortmunder Philharmonikern traf man durchweg den typischen, warmen Ton Mendelssohns. Streicher und Holzbläser erzeugten zumeist helle Klangfarben, ohne die dunklen Momente zu verpassen; das Blech blieb sanft, aber kraftvoll. Die Chorstimmen schienen auf dieser Basis geradezu zu schweben. Die Sänger hielten ihre Klangqualität auch über zwei Stunden und meisterten melodische Aufschwünge mit Leichtigkeit.

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Natürlich gab es dramatische Passagen, in denen zugepackt wurde, etwa bei der Anrufung des Baal oder anderen Volksszenen. Doch waren hier sowohl die Lautstärkebalance als auch die Tempi an den Kirchenraum angepasst. Alles war durchdacht und durchhörbar.

Stephan Hahn dirigierte unaufgeregt. In seiner sachlichen Art hielt er alles zusammen und gab dem Oratorium eine zwingende Dramaturgie.

Das Solistenquartett zeigte hohe lyrische Qualitäten, allen voran die Sopranistin Aisha Tümmler sowie Bassist Vasilios Manis in seiner umfangreichen Rolle als Elias. Die Bass-Arie „Es ist genug!“ im Duett mit einem wunderbar samtigen Violoncello-Solo wurde gar zur Sternstunde. Emphase und Drama kamen aber auch bei den Solisten nicht zu kurz („Greift die Propheten!“). Bis in die kleineren, teils aus dem Chor besetzten Rollen gab es große Freude an ihren Stimmen.