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Neues Werk von Heiner Goebbels in der Tonhalle

Aufführung in der Tonhalle : Musikalische Notizen aus der weiten Welt

Das „Beuys 2021“-Projekt der Heine-Universität veranstaltet in der Tonhalle ein Konzert mit dem Frankfurter Ensemble Modern. Auf dem Programm steht eine Multimedia-Komposition von Heiner Goebbels.

Das Schöne und Zeitsparende an Internet-Suchmaschinen ist die Tatsache, dass sie einem Arbeit abnehmen. Man möchte nach dem neuen Werk von Heiner Goebbels fahnden, und kaum hat man „Heiner Goeb ...“ eingegeben, schlägt sie Maschine alles automatisch vor: Heiner Goebbels, „A House of Call. My Imaginary Notebook“. Tatsächlich, dorthin wollten wir.

Wir sind natürlich nicht die einzigen Sucher, viele Menschen interessieren sich für das Goebbels-Werk, das für das Beethoven-Jahr 2020 komponiert worden war. Das Ensemble Modern sollte es bereits im vergangenen Jahr uraufführen, der Termin musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Nun wird die Uraufführung in diesen Tagen nachgeholt. In der Tonhalle wird das Werk am 7. September, 20 Uhr, zu hören sein.

Heiner Goebbels, der vor einigen Jahren auch für drei Jahre die Geschicke der Ruhrtriennale leitete, ist ein Tausendsassa. ist Er ist Musiker, Komponist, Hörspielautor, Regisseur und Professor für Angewandte Theaterwissenschaft. Er hat linke Blasmusik gemacht und sitzt in diversen Akademien der Künste, die manchmal auch konservative Tendenzen verfolgen.

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Das Ensemble Modern schreibt über das Werk: „,A House of Call. My Imaginary Notebook’ ist ein vierteiliger Zyklus mit Kompositionen, in denen das Ensemble Modern auf Stimmen reagieren wird, die Heiner Goebbels in einem imaginären Notizbuch bewahrt hat; Stimmen, auf die er bei Projekten, Reisen, Begegnungen oder in Archiven – manchmal auch zufällig – gestoßen ist und die jetzt mit ihren eigenen Klängen und Sprachen wiederkehren und ‚den Ton angeben‘: Dialoge, Beschwörungen, Gebete, Anrufungen, Aufrufe, Sprechakte oder Lieder. Es sind unverwechselbare, ‚eigentümliche‘ Stimmen, die jetzt, meist zum ersten Mal, auf einer Konzertbühne zu Wort kommen. Die Musikerinnen und Musiker des Orchesters antworten darauf, individuell oder kollektiv, wie der Chor in einem ‚Responsorium‘: Sie kommentieren, unterbrechen, unterstützen und widersprechen.“

In Düsseldorf wird die Aufführung vom „Beuys 2021“-Projekt an der Heine-Universität durchgeführt. Die Veranstalter sehen „viele Verbindungslinien zu Themen, die im Werk von Joseph Beuys eine große Bedeutung haben: fremde Stimmen aus Zentralasien, Georgien und Iran tauchen ebenso auf wie die rituellen Sprachformen von Samuel Beckett und Heiner Müller“.

www.tonhalle.de