1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Kultur

Neues Literatur-Netzwerk will starke Stimme rheinischer Autoren sein

Neues Literatur-Netzwerk startet : Die starke Stimme rheinischer Autoren

Mit dem Netzwerk „Literatur Rheinland“ geht ein neues Onlineportal mit über 40 Institutionen an den Start. Es präsentiert und unterstützt Autoren und Dichter aus der Region.

Mit dem Onlineportal „Literatur Rheinland“ bekommt die regionale Szene eine neue starke Stimme. Über 40 Institutionen und Initiativen haben sich für ein gemeinsames digitales Angebot zusammengeschlossen. Lesefutter für Bücherwürmer gibt es reichlich im Rheinland. Nur ob die Worte der Schriftsteller und Dichter auch immer gehört werden, war bislang vor allem der unermüdlichen Arbeit engagierter Literaturbüros und -häuser oder unabhängiger Verlage zu verdanken. Was bislang fehlte, war eine Plattform, die das Engagement bündelt und einen Überblick vermittelt, wie reichhaltig die Literaturszene entlang des Rheins ist.

Westfalen und das Ruhrgebiet haben bereits gezeigt, wie hilfreich ein solides Netzwerk sein kann. Nun hat endlich auch das Rheinland ein Onlineportal, das ab sofort unter www.literatur-rheinland.de zu Entdeckungsreisen in unendliche Wortwelten einlädt.

„Wir möchten damit die bestehenden Angebote in der Region sichtbar und bekannter machen“, erklärt Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW, eines der Ziele des Netzwerks. Ein weiteres sind die engere Zusammenarbeit und der Austausch von Institutionen, Verlagen oder Initiativen. Rund 40 Mitglieder hat „Literatur Rheinland“ bereits. „Wir wünschen uns natürlich, dass wir noch weiter wachsen“, ergänzt Serrer.

  • Die Autoren Paul Schrömbges, Margret Wensky,
    Buchvorstellung in Brüggen : Ortsgeschichte auf mehr als 900 Seiten
  • Hatten Werke aus der Anthologie ausgewählt,
    Leverkusener Kultur : „Sensenträume“ im Schlebuscher Industriemuseum
  • Heinrich Heikamp hält seinen neuen Gedichtband
    Lyriker aus Rommerskirchen : Schriftsteller veröffentlicht neuen Gedichtband
  • Fabian Kahl, Kunsthändler aus „Bares für
    „Bares für Rares“ : Landesmuseum kauft Ölgemälde aus TV-Trödelshow
  • Aktuelle Corona-Impfzahlen für NRW : RKI meldet 84.047 neue Impfungen in NRW im Vergleich zum Vortag
  • Aktuelle Corona-Impfzahlen für Deutschland : 385.610 neue Booster-Impfungen - Quote der Geboosterten in Deutschland steigt auf 49,6 Prozent

Natürlich soll das Netzwerk außerdem eine Plattform für Schriftsteller und Dichter der Region sein, die sich mit eigenen Texten einbringen. „Es wäre schön, wenn sich auf diese Weise auch die Akteure untereinander besser kennenlernen“, hofft Serrer.

Für einen ersten Überblick lohnt sich ein Klick auf die „Literaturkarte“. Dort können Besucher auf Lesetour durch Regionen und Städte gehen. Ein weiterer Klick auf das Symbol einer Schreibfeder führt zu Portraits der jeweiligen Autoren, die dort lebten und wirkten. So ist dort beispielsweise zu lesen, dass Heinrich Spoerl ein Düsseldorfer Jong war, das Heinrich-Heine-Institut seinen Nachlass verwaltet und sein wohl berühmtestes Buch, „Die Feuerzangenbowle“, Pate bei der Namensfindung der Oberkasseler Literaturkneipe „Sassafras“ stand. Zu jedem Autorenportrait liefert das Portal einen Auszug aus dem Werk. Im Fall Spoerls natürlich aus seiner „Feuerzangenbowle“. Die Passagen wurden zusätzlich von Schauspielern eingelesen. Ein doppelter Genuss also, fürs Auge und Ohr.

Schriftsteller, wie die in Monheim geborene und seitlangem in Hamburg lebende Ulla Hahn oder die Wuppertalerin Hung-min Krämer steuerten eigene Texte für das Portal bei. Diese so genannten „Textstellen“ sind über das Symbol einer Buchseite direkt ansteuerbar.

Hauptanliegen des Netzwerks ist es, weniger bekannte Orte und Autoren in den Blick zu rücken. So ist zu erfahren, dass Troisdorf ein Bilderbuchmuseum hat, das Europäische Übersetzerkollegium in Straelen zu finden ist oder sich der Kölner Verein „Land in Sicht“ ausschließlich junger Literatur aus der Domstadt widmet. Ulla Hahn ist begeistert von dem neuen Portal: „Es ist ein so tolles Angebot. Genau so eine starke Stimme braucht die Literaturszene."

Für die digital Natives unter den Lesebegeisterten ging kürzlich bereits das interaktive Projekt „Flusslaut“ auf Instagram an den Start. Die Lyrik-Anthologie präsentiert jede Woche neue Texte von rheinländischen Autoren. Bis heute wurden schon 100 Texte darauf publiziert. Jeder, der eine dichterische Ader hat, kann seine Poesie einsenden. Ein Kurator wählt regelmäßig Texte aus, die veröffentlicht werden.Abgerundet wird das Portal „Literatur Rheinland“ mit einem Veranstaltungskalender, monatlich von Experten ausgewählten Buchempfehlungen und einem Magazin, das sich den verschiedenen literarischen Spielarten ausführlich widmet.