Fassadenarbeiten : Schauspielhaus bekommt weiße Haut zurück

Am Gründgensplatz hat die Montage der neuen Aluminiumfassade für das Schauspielhaus begonnen.

(dok) Sie sind nur 30 Zentimeter breit, aber vier bis 16 Meter hoch – die neuen Bleche, die jetzt an der Außenfassade des Schauspielhauses angebracht werden. Am Ende werden sie die charakteristische, weiße Außenhaut ergeben, für die das Theater mit seiner geschwungenen Fassade berühmt ist. An der Gebäudeseite Richtung Gustaf-Gründgens-Platz hat die Montage begonnen.

Zuvor musste am gesamten Haus der Witterungsschutz entfernt werden, der das „entkleidete“ Theater in den vergangenen Monaten umhüllt hat. Außerdem mussten aufwendige Vorarbeiten erledigt werden, die zum Teil noch im Gang sind. So musste eine Dämmung sowie die Unterkonstruktion für die Bleche an die Fassade montiert werden. Dabei galt es verschiedene Untergründe wie Beton, Ziegel-Mauerwerk, Bims-Mauerwerk und Schalungsstein zu beachten.

Die alten Fassadenelemente waren aus Stahlblech, die neuen sind aus Aluminium. Das bedeutet weniger Gewicht und statische Vorteil. Außerdem ist keine Korrosion zu befürchten, wie sie an den alten Blechen aufgetreten war. Trotzdem wird die neue Haut genau aussehen wie die alte – so verlangen es die Bestimmungen des Denkmalschutzes.

Die Dach- und Fassadensanierung hatte Anfang Dezember 2017 mit dem Abbau der Blechfassade begonnen. 5.700 Quadratmeter Bleche einschließlich Unterkonstruktion sowie die dahinter liegenden Putz- und Dämmschichten wurden abgetragen und entsorgt - das meiste in Handarbeit. Die komplette Sanierung von Dach und Fassade wird nach jetzigem Stand 18,95 Millionen Euro kosten.

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