Düsseldorf: Musik wie aus einem Bond-Film

Düsseldorf : Musik wie aus einem Bond-Film

Vor allem Sängerin Milo Milone beeindruckt beim Konzert der Band Rhonda.

Würde Sam Mendes, der Regisseur der aktuellen James-Bond-Filme, in nächster Zeit eine deutsche Telefonnummer wählen, um die fünf Musiker von Rhonda zu erreichen - wundern würde es einen nicht. Denn die Musik der Band aus Hamburg könnte den perfekten Soundtrack für einen der 007-Streifen liefern.

Mit Orgel, Bass, Schlagzeug und E-Gitarren kreieren die Musiker einen eingängigen und treibenden Sound, der sich ziemlich treffend als Retrosoul bezeichnen lässt. Zeitweilig wird dieser Sound angereichert durch Ska-, Country- und Funk-Elemente. Im Mittelpunkt des Ganzen steht jedoch die beeindruckend kraftvolle Stimme von Frontfrau Milo Milone.

Der gesamte Körper der Sängerin ist ein Instrument. Man kann zusehen, wie ihre Bauchmuskeln unter dem engen blau-goldenen Ringelpullover arbeiten, während sie singt. Ihre Stimmkraft ist enorm. Sie trifft jeden Ton, changiert zwischen zartgehauchten und kratzig-rauchig-röhrenden Momenten. Das erinnert stark an Adele und auch an die Amy Winehouse der frühen Jahre.

Zwischendurch schnappt Milone sich eine Gitarre oder den Schellenkranz, um sich selbst zu begleiten, und trifft auch in diesen Momenten punktgenau die entlegensten Töne. Diese Mischung aus der Stimmgewalt der blonden Sängerin mit den volltätowierten Armen und dem musikalischen Können ihrer Mitmusiker begeistert das Publikum im Club des Zakk sichtbar. Immer wieder gibt es langen Applaus und viel Jubel für die Band.

Bei den besonders eingängigen und bekannteren Songs der Band, zum Beispiel "Camera" oder "Off The Track", werden viele Handys gezückt, um diese erstklassige Live-Performance festzuhalten. Die Band bedankt sich für so viel Begeisterung mit einer ausgiebigen Zugabe und einem Versprechen: "Düsseldorf, ihr seid magisch, wir kommen mit Sicherheit wieder zu euch zurück."

(RP)
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