Analyse: "Mich beeindruckt die Eleganz"

Analyse : "Mich beeindruckt die Eleganz"

Kunstgeschichten (5) Die zehnjährige Lilly Schroyen, Schülerin des Goethe-Gymnasiums, stellt Jan Frans Douvens Gemälde "Reiterbildnis des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz-Neuburg" vor.

Johann Wilhelm II. wurde am 19. April 1658 in Düsseldorf geboren. Er war der Sohn von Philipp Wilhelm und seiner zweiten Frau Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt. Am 12. Oktober 1678 heiratete er die Tochter von Kaiser Ferdinand III., Maria Anna Josepha; doch sie starb 1689. Darauf heiratete Jan Wellem 1691 Anna Maria Luisa de Medici, die Tochter des Großherzogs von Florenz.

Johann Wilhelm plante eine Vergrößerung der Stadt Düsseldorf, aber er liebte auch die Kunst. Er mochte sehr gerne niederländische Malerei, aber auch deutsche und italienische Gemälde. Diese liebte er besonders, weil seine Frau aus Italien kam. Seine Kunstwerke hat er in seiner großen Gemäldegalerie, die er gebaut hat, aufgehängt. Ein Teil der Gemäldegalerie befindet sich heute im Museum Kunstpalast. Am 8. Juni 1716 starb Jan Wellem und wurde in der Andreaskirche begraben, wo man das Grabmal heute noch besichtigen kann. Anna Maria Luisa ging dann nach Florenz zurück, wo sie auch starb.

Jan Wellem reitet einen muskulösen Schimmelhengst. Die Satteldecke des Pferdes ist reichlich mit goldenen Ornamenten verziert. Jan Wellem ist mit einer glänzenden Rüstung bekleidet. Hinter ihm erstreckt sich ein Schlachtfeld, graue Wolken darüber geben dem Ganzen eine schaurige Note. Jan Wellem wird, obwohl Gewitterwolken aufziehen, von einem kräftigen Lichtstrahl beschienen. Unten links im Schatten befindet sich ein nicht sehr wirkungsvoller Stein, und der Künstler lässt uns zweifeln, warum er ihn genau dorthin gemalt hat. In der rechten Ecke unten sehen wir Wegrandgewächs. Im Hintergrund sieht es so aus, als ob vorher ein schöner blauer Himmel war und mit dem Beginn der Schlacht sich alles verdunkelt und verdüstert. Jan Wellem zeigt sich als siegreicher Feldherr, der den Betrachter anschaut. Sein Pferd hat in der Mähne und im Schweif sehr viele Locken. Meiner Meinung nach könnte es ein Lipizzaner sein. Kurfürst Jan Wellem hat das Reiterbildnis 1703 bei seinem Hofmaler Frans Douven in Auftrag gegeben. Es wurde damals im Düsseldorfer Stadtschloss aufgehängt.

Ich habe dieses Bild ausgewählt, weil es mich beeindruckt hat, und die Eleganz, die der Künstler mit hineingemalt hat, finde ich toll. Der feine Pinselstrich hat mich sehr inspiriert, und ich finde es wunderschön, dass es aussieht, als ob dieses Bild lebendig ist.

(RP/EW)