Kulturtipp : Paula Irmschler liest aus ihrem Roman „Superbusen“

Lesungen an besonderen Orten – diese Reihe des Zakk wird fortgesetzt. Am 20. August ist Schriftstellerin Paula Irmschler zu Gast und liest aus ihrem Debüt-Roman.

(RP) Das Zakk organisiert wieder Hinterhoflesungen, das heißt, dass die Literatur an besondere Orte geht, zum Beispiel am 20. August in das „Hotrod“ in Oberbilk. Dort treten Josefine Berkholz und Aurelia Müller auf, und die Schriftstellerin Paula Irmschler ist auch dabei. Sie liest aus ihrem Debüt-Roman, der eine Wucht ist.

„Superbusen“ heißt das Buch, und den Titel spendiert die Band von Gisela, der Hauptfigur dieser Geschichte aus der Gegenwart. Gisela stammt aus Dresden, sie geht nach Chemnitz, und dort macht sie mit ihren Freundinnen Musik, und was das Buch von Dutzenden anderen sehr lustigen und sehr authentischen Popromanen unterscheidet, ist, dass es ziemlich politisch wird. In Chemnitz gibt es nämlich die rechte Szene, wie man weiß, und Gisela ist „eine Linge“, wie es im Roman heißt: Sie engagiert sich in der Antifa gegen die Neonazis.

„Als ich nach Chemnitz zog, war wie heute Montag. Es war Oktober und hat geregnet wie Sau. Auch dieser Umzug war eher eine Flucht von einem Ort, an dem ich es nicht mehr aushielt.“ Das Buch hat viel Lob bekommen, völlig zurecht, sein Sound ist toll, und dass es so unmittelbar wirkt, liegt vielleicht auch daran, dass die Autorin eine ähnliche Biografie wir Gisela hat. Paula Irmschler wurde 1989 in Dresden geboren, sie lebte von 2010 an für fünf Jahre in Chemnitz, dann ging sie nach Köln und wurde 2018 schließlich Redakteurin beim Satiremagazin „Titanic“.

Info Donnerstag, 20. August, Beginn 19 Uhr. Hotrod, Volksgartenstraße 35, Düsseldorf-Oberbilk. Der Roman „Superbusen“ von Paula Irmschler ist im Claassen-Verlag erschienen (320 Seiten, 20 Euro).