1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Kultur

Düsseldorf: Kulturausschuss-Vorsitzender will Museen zentral vermarkten

Düsseldorf : Kulturausschuss-Vorsitzender will Museen zentral vermarkten

Köln soll zum Vorbild für die Düsseldorfer Kulturszene werden - das jedenfalls ist die Idee, die der Vorsitzende des Kulturausschusses, Friedrich G. Conzen (CDU) in die Debatte um Sparmöglichkeiten in der Kultur eingebracht hat.

Conzen schlägt vor, eine Service-Gesellschaft zu gründen, in die Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der städtischen Kulturinstitute ausgegliedert werden. "Die Diskussion um die Neuaufstellung der städtischen Museen in Köln ist wegweisend auch für unsere Stadt. Düsseldorf sollte sich ebenfalls für eine solche Strukturreform öffnen", sagte der Christdemokrat.

Neben dem Modell, das die Stadt Köln anstrebt, sieht Conzen auch in Essen ein Vorbild für Düsseldorf: "Die Theater und Philharmonie GmbH ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine Stadt für die kulturellen Angebote ihrer Häuser mit einem hohen Wiedererkennungswert werben kann."

Gemeinsamer Auftritt der Düsseldorfer Museen endet für den Kulturausschuss-Vorsitzenden demnach nicht bei Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, sondern umfasst auch Museumspädagogik, Einkauf und Besucherbetreuung. Das gesparte Geld will Conzen auch wieder in die Kultur investieren.

"Die Verwaltungsstrukturen dieser Häuser zu straffen, das bedeutet, gleichzeitig mehr finanziellen Spielraum für ihre künstlerisch-wissenschaftliche Arbeit zu schaffen."

  • Kultur in Düsseldorf : Prominente für Erhalt des NRW-Forums
  • Düsseldorf auf der ITB in Berlin : Tourismus: Gemeinsame Werbung mit Köln
  • Hans-Georg Lohe im Interview : "Was nun, Herr Kulturdezernent?"
  • Düsseldorf : London ist interessiert am NRW-Forum
  • Fotos : Prominente diskutieren über Erhalt des NRW-Forums
  • Düsseldorf : Hoffnung auf Zukunft des NRW-Forums

Die Opposition im Düsseldorfer Rathaus findet wenig Sympathie für die Idee Conzens. SPD-Bürgermeisterin Gudrun Hock sieht darin den Versuch, Kulturinstitute gleichzuschalten. "Als Marketing-Expertin weiß ich aber: Konkurrenz belebt das Geschäft", sagte Hock. Grünen-Ratsfrau Clara Deilmann fürchtet um die Qualität der pädagogischen und der Pressearbeit. "Die Häuser sind sehr unterschiedlich und bringen sehr unterschiedliche Anforderungen mit sich. Da kann man Pressearbeit und Pädagogik nicht in einem Pool organisieren — jedenfalls nicht, wenn man eine gewisse Qualität haben will." Clara Deilmann fordert deshalb, dass die Stadt bei ihren Sparzielen nicht auf Unternehmensberater setzt, sondern sich mit Vertretern der Institute zusammensetzt und mit ihnen Lösungen erarbeitet.

(dr/hdf)