Veranstaltungs-Tipps: Kultur für Kurzentschlossene

Veranstaltungs-Tipps: Kultur für Kurzentschlossene

Oper, Lesung, Lieder, Märchen, Klänge, Konzert und Tanz: Sieben Veranstaltungen, für die es im Laufe der Woche noch Karten gibt.

"Le nozze di Figaro" Der dänische Bariton Bo Skovhus ist als Graf Almaviva am Dienstag, 19.30 Uhr, in der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Er ist an den großen Opernhäusern der Welt zuhause und tritt mit führenden Orchestern auf. Vor drei Jahren war Skovhus in Strawinskys Oper "The Rake's Progress" zu Gast am Rhein: Mit seiner stimmlichen und szenischen Präsenz beeindruckte er das Publikum. In Michael Hampes spielerisch-perfekter Inszenierung von Mozarts "Le nozze di Figaro" ist er nun wieder in Düsseldorf zu Gast.

Im Ausstellungsraum KiT lauschen die Besucher den Klängen. Foto: Ivo Faber

Mayo Velvo Mittlerweile ist es eine gute, vorweihnachtliche Tradition, dass Sänger Mayo Velvo und Pianist Thomas Möller - einem musikalischen Weihnachtsmarkt gleich - besinnliches und abstruses Liedgut präsentieren und mit schrägen Gedichten Lametta-Herzen höher schlagen lassen. Zu sehen am Mittwoch, 20 Uhr, in der Jazz-Schmiede.

Weihnachtslesung Lakonisch-witzige Geschichten über das Hier und Jetzt sind das Markenzeichen des in Bochum geborenen Autors Frank Goosen. Mit "Krippenblues - Weihnachtsgeschichten" wirft er am Donnerstag, 20 Uhr, im Zakk einen satirischen Blick auf das Klingeln der Glöckchen und der Kassen.

Hörführung Mit "Komm" rückt das "KiT" das Hören in den Vordergrund. Die Besucher betreten eine Klanginstallation - eine 25-minütige Komposition, die im Loop läuft. Wie in einem Konzertsaal öffnet sich für einen bestimmten Zeitraum dem konzentrierten Ohr ein Kunstwerk, das aus 15 Klangfeldern besteht und durch bewusste Wahrnehmung erschlossen wird. Zu einer Hörführung durch "Komm" lädt das KiT am Donnerstag, 17 Uhr, ein. "Komm" ist Kunst, die mit dem Raum, in den sie eindringt, und mit den Menschen, die diesen Raum betreten, einen Dialog aufnimmt.

Weihnachtsmärchen Tschaikowskys Ballett "Der Nussknacker" gehört zu Weihnachten wie Tannenduft und Spekulatius. Von Freitag bis Sonntag ist der Klassiker im Capitol Theater zu erleben, getanzt vom St. Petersburg Festival Ballett. Umrahmt von bekannten Klängen wie dem Blumenwalzer, dem Tanz der Rohrflöten und dem Chinesischen Tanz verbinden die Darsteller klassisches Ballett mit Artistik.

Düsseldorfer Symphoniker Der französische Dirigent Alexandre Bloch tritt die neue Funktion des Principal Guest Conductors der Symphoniker an. An Adam Fischers Seite setzt er einen thematischen Gegenpart zu dessen Mahlerzyklus und eröffnet seine Saison am Freitag um 20 Uhr und So. um 11 Uhr mit "Three Movements" von Steve Reich, Paganinis Violinkonzert Nr. 1 und Mendelssohn Bartholdys Symphonie Nr. 4. "Italienische".

Tanz Eigens für Kinder entstand eine neue Version der Stücke "Unturtled" und "Der Bau" der Berliner Choreographin Isabelle Schad. Sie zeigt am Sonntag, 15 Uhr, im Tanzhaus NRW, wie aufregend die Forschungsreise zum Körper und seinem Verhältnis im Raum sein kann.

(RP)