Veranstaltungs-Tipps: Kultur für Kurzentschlossene

Veranstaltungs-Tipps : Kultur für Kurzentschlossene

Schlager in der Jazz Schmiede, Klassiker im Tanzhaus NRW, Kammermusik in der Tonhalle - Tipps für Veranstaltungen in dieser Woche.

Im Kino Am Mittwoch gibt es im Ufa-Filmpalast wieder das "Traumkino für Senioren". Bei einem Eintritt von 5,50 Euro stehen zwei Filme zur Auswahl: Jürgen Prochnow glänzt als 92-jähriger Eduard Leander in "Leanders letzte Reise". Alleine macht er sich auf den Weg nach Kiew, wo der ehemalige Wehrmachtsoffizier während des Zweiten Weltkriegs seine große Liebe gefunden hat. Der zweite Film mit dem Titel "Solange ich atme" erzählt die Geschichte eines Paares, das sich im England der 1950er Jahre kennengelernt hat. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, eine schwere Erkrankung stellt die beiden auf die Probe. Beginn ist um 11 Uhr, im Ufa-Filmpalast, Worringer Straße 142. Im Preis enthalten sind auch Kaffee und Kuchen.

In der Jazz Schmiede Mayo Velvo - sings Eurovision: Wo Puppen aus Wachs an Seilen hängen, ein Phönix mit viel Ding-A-Dong über Waterloo schwebt, wo Lieder Brücken sind und ein Satellit der Liebe immer ein bisschen Frieden bedeutet, da beginnt Mayo Velvos musikalischer Streifzug durch 60 Jahre Eurovisions-Geschichte: Am Donnerstag, 20 Uhr, in der Jazz Schmiede, Himmelgeister Straße 107g.

In der Tonhalle Am Sonntag heißt es in der Tonhalle, Ehrenhof 1, 20 Uhr, wieder: "Na hör'n Sie mal!". In der Kammermusikreihe des "notabu.ensemble neue musik" gibt es keine Standards, hier ist alles immer neu: Der Konzertsaal mutiert zur Experimentierstube. Nah an den Musikern erlebt das Publikum die Grenzenlosigkeit zeitgenössischer Klangsprachen. 30 Minuten vor jedem Konzert gibt es in der Einführungsreihe "Spacewalk" Gelegenheit, die Komponisten und Werke des Programms vorab kennen zu lernen. Das Ensemble ist 1983 aus einer Studenteninitiative rund um Mark-Andreas Schlingensiepen an der heutigen Robert-Schumann-Musikhochschule entstanden.

Im Tanzhaus NRW Mit dem brillanten und provokanten Klassiker "Rosas danst Rosas" beweist die belgische Kompanie Rosas von Anne Teresa De Keersmaeker die Zeitlosigkeit eines Meisterwerks. Interpretiert durch eine jüngere Generation von Tänzerinnen, lässt die Kompanie bei ihrem dreitägigen Gastspiel im Tanzhaus NRW, Erkrather Straße 30, (Donnerstag, Freitag, Samstag, jeweils 20 Uhr) die Choreografie der Originalversion neu aufleben. Im Zentrum des Werks für vier Tänzerinnen: ein schneller Pulsschlag, der exakte Alltagsbewegung in virtuose Wiederholungen, zartes Probieren in aggressives Fallen treibt.

Im Opernhaus Drei Künstler aus der aktuellen Tanzszene präsentieren im Programm b.35 ihre Arbeiten für das Ballett am Rhein: Am Freitag, 19.30 Uhr, öffnet sich im Opernhaus, Heinrich-Heine-Allee 16a, der Vorhang für die Premiere der Uraufführungen "Environment" des Düsseldorfer Künstlers Ben J. Riepe und "Abendlied" von Remus Sucheanã sowie für die Einstudierung von Ohad Naharins "Decadance".

Im Capitol Theater Mit der Rocky Horror Show kommt der schrägste Trip der Musical-Geschichte ins Capitol Theater, Erkrather Straße 30. Wenn die Zuschauer Wasserpistolen, Zeitungen und Toilettenpapier mit ins Theater bringen, dann ist klar: Sie alle machen den "Time Warp". Das heißt, ohne Rücksicht auf gute Sitten mischen sie sich in die Geschichte ein. Es darf gerufen und gebuht werden: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag, 20 Uhr, Samstag auch 15 Uhr, Sonntag 15 und 19 Uhr.

(RP)
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