Künstler besuchen „Gedenkort für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt“ in Düsseldorf

Verfolgung von LGBT : Künstler besuchen Gedenkort am Rhein

Düsseldorf will einen Ort schaffen, an dem der Menschen gedacht wird, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden. Künstlerinnen und Künstler schauten sich die Stelle an, wo das Mahnmal eins stehen soll.

Die Kunstkommission Düsseldorf hat im Rahmen des Wettbewerbs zur Realisierung eines „Gedenkortes für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ alle ausgewählten Künstlerinnen und Künstler in die Stadt eingeladen. Gemeinsam wurde eine erste Ortsbegehung zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke vorgenommen und über das Projekt diskutiert.

Unter Anleitung des Vorsitzenden Jörg-Thomas Alvermann nutzten die angereisten wie die ortsansässigen Künstlerinnen und Künstler den Tag, um die spezifischen Ortsbedingungen und historischen Hintergründe kennenzulernen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kulturdezernenten Hans-Georg Lohe folgte eine Künstlerstadtführung in Deutsch und Englisch über das Plangebiet. Im Schifffahrtsmuseum gab es abschließend die Gelegenheit für sachliche wie auch kritische Fragen. Nach Einreichung erster Entwürfe tagt das Preisgericht in einer ersten Sitzung am 10. Juli, dabei wird über die Weiterbearbeitung von vier bis fünf Entwürfen entschieden. In einer zweiten Stufe mit Sitzung am 27. November wird aus diesen Entwürfen schließlich der finale Siegerentwurf ausgewählt, der dann ab Januar 2020 in die Realisierung geht. Die städtische Kunstkommission wurde im Sommer 2018 vom Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt, einen Wettbewerb für die Realisierung des Erinnerungsortes in Rheinnähe zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke durchzuführen.

Den zweistufigen Wettbewerb lobt die Kunstkommission in Zusammenarbeit mit dem „Forum Düsseldorfer Lesben-, Schwulen-, Bi- und Trans*-Gruppen“ mit geladenen Kunstschaffenden aus. Als Ausloberin ist der Kunstkommission allerdings wichtig, dass die Aspekte von Diskriminierung und Verfolgung einzelner Gruppen integrativ in die künstlerische Betrachtung mit einfließen.

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