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Düsseldorfer Symphoniker: Konzertreise ins Baskenland

Düsseldorfer Symphoniker : Konzertreise ins Baskenland

Michael Becker, Intendant der Düsseldorfer Symphoniker, spricht im Interview über die anstehende Konzertreise der Musiker ins Baskenland.

Die Düsseldorfer Symphoniker waren schon lange nicht mehr auf längerer Tournee. Wie groß ist die Vorfreude im Orchester auf das Baskenland in Nordspanien?

Michael Becker Sie ist riesengroß. Tourneen sind immer sehr motivierend. Spanien ist natürlich ein tolles Reiseziel, und wir treten auch fünf Mal mit einem großen Programm auf — und zwar in vier Städten. Aber das wird sehr spannend. Die Stimmung in unserem Orchester ist jedenfalls wunderbar.

Welche Ort werden bereist?

Becker Wir fliegen am Pfingstsonntag und kommen eine Woche später zurück. Zunächst spielen wir in San Sebastian, der größten Stadt des Baskenlandes, wo es uns riesig freut, dass das dortige große Konzerthaus bereits schon jetzt zwei Mal ausverkauft ist. Außerdem sind wir noch in Pamplona, Bilbao und Vittoria zu Gast. Das sind übrigens alles nigelnagelneue Säle, nur in Vittoria erwartet uns ein historischer Saal in schönem alten Plüsch. Wir haben das natürlich alles vorher besichtigt, um zu wissen, worauf wir uns einlassen.

Gibt es eine Gegenleistung?

Backer Ja, die gibt es. Das Baskische Nationalorchester gastiert ja hier in der Tonhalle und wird uns sozusagen in der aktuellen Konzertwoche vertreten — wie immer am Freitag, am Sonntag und am Montag.

Wann haben Sie die Spanien-Tournee geplant?

Becker Vor anderthalb Jahren.

Das klingt aber nicht nach langem Vorlauf.

Becker Der war hier auch nicht nötig. Unser Generalmusikdirektor Andrey Boreyko ist erster Gastdirigent des Baskischen Nationalorchesters und dort ein sehr gern gesehener Gast. Man wird uns mit offenen Armen empfangen.

Wie viele Musiker der Symphoniker fahren mit?

Becker Etwa 80.

Und welches Programm hören die Basken?

Becker Robert Schumanns 2. Symphonie C-Dur sowie das 2. Klavierkonzert B-Dur von Johannes Brahms — mit der derzeit sehr angesagten georgischen Pianistin Khatia Buniatishvili als Solistin.

Wer bezahlt das alles?

Becker Wir machen es im Austausch mit dem baskischen Orchester, Zuschüsse gibt es nicht — unsere Kosten bestreiten wir aus dem eigenen Haushalt. Die mit Düsseldorf eng verbundene Fluglinie Air Berlin ist uns allerdings sehr behilflich, das hilft uns wirklich enorm.

(RP)