Wunschkonzert im Zakk Jan Plewka veranstaltet eine musikalische Tombola

Selig-Sänger Jan Plewka tritt am 3. April mit Marco Schmedtje im Zakk auf. Sie spielen Lieder der 1980er-Jahre. Der Clou: Das Publikum darf die Songauswahl bestimmen.

 Jan Plewka, Sänger der Band Selig.

Jan Plewka, Sänger der Band Selig.

Foto: dpa

Mit seiner Band „Selig“ („Ohne Dich“) gehört Jan Plewka seit Mitte der 1990er-Jahre zur Elite der deutsch-sprachigen Musikszene. Vor einiger Zeit hat er zusammen mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, der ihn an der Gitarre begleitet, ein anderes Projekt gestartet. Beide spielen bei Between the Bars akustisch sowohl Songs von Plewka als auch von Schmedtje. Ihr aktuelles Album heißt „Between the 80s“. Darauf präsentieren sie ihre Lieblingssongs aus den 1980er-Jahren: „Billie Jean“ von Michael Jackson, „Material Girl“ von Madonna oder „Forever Young“ von Alphaville.

Am 3. April kommen Plewka & Schmedtje nach Düsseldorf ins Zakk. Zwei Stimmen, eine Gitarre. Das Programm ist an jedem Abend unterschiedlich, denn das Publikum bestimmt, was gespielt wird. „Eines Tages waren wir dann einfach zu faul, eine Setliste zu schreiben“, erzählt Schmedtje. „ Da haben auf Zettel alle Lieder geschrieben, die wir spielen können. Diese Zettelchen landeten dann in einen Beutel. So entscheidet das Publikum unser und deren Schicksal des Abends. Es ist eine musikalische Tombola.“ Er muss lachen. „Manchmal schmeißen uns Zuschauer auch Zettel rein.“ Roland Kaisers „Santa Maria“ und „Der Hummelflug“ von Nikolai Rimski-Korsakow waren auch schon dabei. In ihrem Repertoire sind rund 320 Lieder.

„Es ist herrlich, dass wir alles, was wir gelernt haben, anwenden können und nichts verwerfen müssen. Wir haben so viel Freude mit ganz wenig Aufwand“, meint Plewka. „Wir können alles aus unseren Projekten weiter recyceln und es ist immer wieder reizvoll zu sehen, dass gute Lieder mit einer Gitarre und dem Gesang funktionieren. Das macht auch den Reiz aus.“

In dem Beutel befinden sich Songs, die Plewka und Schmedtje am Herzen liegen. „Wir freuen uns auf jedes Lied, das sich die Leute wünschen. Und es werden lange Abende, weil wir zwischen den Songs immer nette Geschichten erzählen“, sagt Plewka. Beide kennen sich schon viele Jahre. Schmedtje kam einst im Donnerspark in Hamburg daher und fragte Plewka nach Feuer. „Wir kannten uns schon vom Sehen. Als wir uns dann kennenlernten, sind wir drei Tage rumgezogen. Einen Tag davon haben wir biertrinkend auf einer Fähre verbracht, die zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder pendelt“, erinnert sich Plewka.

Dieses gemeinsame Ding sei laut Plewka ein „perfekter Gegenpol zu Selig“. Dort gehe es „schon rauer zur Sache“, und „wir beide sind sehr sanft und leise. Wir sind zwei ruhige Musiker.“ Bei Selig spielt Schmedtje übrigens nicht mit. Beide spielten aber schon bei Zinoba zusammen.

Die Songauswahl für die aktuelle Platte mit den Songs aus den 80s war gar nicht so schwer. „Wir haben zwölf Lieder geprobt und dann war Schluss“, erinnert sich Schmedtje. „Es wurden also nicht 50 Songs geübt. a-ha und Cindy Lauper haben es leider nicht auf die Platte geschafft.“
Gibt es eigentlich den einen Lieblingssong der 80er-Jahre? „Die Lieder, die wir spielen, haben sich alle zu meinen Lieblingsliedern erklärt. Ein Lied ist für mich besonders, nämlich „Such A Shame“ von Talk Talk“, erzählt Plewka. Bei diesem Song bekomme er „ganz mystische Gedanken“ und fühle sich wieder wie 17.“ Und er ergänzt: „Wir spielen die Nummer nicht, aber das ist mein 80s-Song.“

„Es ist beides - ein Spaßprojekt und zum Glück unser Beruf“, sagt Plewka. Und Schmedtje sagt: „Hauptberuflich Spaß! Das ist unsere Devise.“

Info Jan Plewka & Marco Schmedtje treten mit ihrem Programm „Between the 80’s“ am 3. April im Zakk in Düsseldorf auf. Beginn ist 20 Uhr.

(unbekannt)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort
Anfassen erlaubt
“Please touch!“ von Tony Cragg im Kunstpalast Anfassen erlaubt