Heiner Rennebaums Doppelquartett improvisiert in der Jazz-Schmiede

Improvisation trifft auf Komposition : „Musik passiert erst beim Konzert“

Heiner Rennebaum improvisiert in der Jazz-Schmiede mit seinem  Doppelquartett.

In diesem Konzert trifft einiges aufeinander, was sonst nicht unbedingt zusammengehört: Streich- auf Jazz-Quartett, Improvisation auf Komposition, Ruhe auf Lärm. Es ist eine Symbiose, die Heiner Rennebaum unbedingt auf die Bühne heben wollte, und nun hat er es geschafft. Am 1. Februar tritt Rennebaum mit seinem Doppelquartett im Kölner Loft, ein Tag darauf vor heimischem Publikum in der Jazz-Schmiede Düsseldorf auf.

Das Konzert gibt seine zwei Seiten als Musiker wieder, so beschreibt es der Jazz-Gitarrist Rennebaum. Er improvisiert und komponiert. An der Robert-Schumann-Hochschule unterrichtet er sein Instrument, außerdem betreibt er ein Tonstudio. Das Musikmachen bleibt bei alldem seine Leidenschaft. „Ich brauche das. Mir geht es in erster Linie um den Moment des Spielens. Die ganzen Umstände, die mit einem normalen Musikerdasein verbunden sind, brauche ich dagegen nicht.“

Deswegen passt dieses Konzert auch so gut zu ihm – mit seinem Doppelquartett bleibt der Moment des Spielens immer spannend. „Die eigentliche Musik – ich glaube sie passiert erst beim Konzert.“ Wie die Symbiose aus Streichern und Jazz wird, wisse Rennebaum deswegen noch nicht. „Aber ich liebe Risiko. Das ist das Spannende bei einer Improvisation, man legt sich nicht vorher alles zurecht.“

Für die zwei geplanten Konzerte hat Rennebaum eine starke Besetzung zusammengestellt: neben ihm an der E-Gitarre spielt Jan Klare Altsaxofon, Markus Wienstroer Violine und Pauline Buss Viola. Die zwei Cellos spielen Beate Wolff und Veit Steinmann, Alex Morsey ist der Bassist, und Schlagzeuger Max Hilpert rundet als jüngstes Mitglied (Jahrgang 1994) das Doppelquartett ab. „Das sind alles gestandene Musiker“, sagt Rennebaum über seine Truppe.

Info Auftritte im Kölner Loft am Freitag, 1. Februar, 20.30 Uhr, und in der Jazz-Schmiede in Düsseldorf am Samstag, 2. Februar, 20.30 Uhr.

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