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Düsseldorf: Fanta 4 rocken das K 21

Düsseldorf : Fanta 4 rocken das K 21

Die "Fantastischen Vier" und ihre Fans lieferten sich einen minutenlangen Wechselgesang. "Smudo", hallt es von der Bühne. "Smudo", antwortet das Publikum aus voller Kehle zurück.

Wenn Smudo, And.Ypsilon, Michi Beck und Thomas D rufen, ist die Stimmung eben ausgelassen. Und so war es auch bei dem Konzert am Montagabend im Ständehaus, das in der Reihe "Beck's Gold Fresh Experience 2011" stattfand.
Schon lange vor dem Einlass stand das Publikum Schlange, um die deutsche Band live im Ständehaus zu erleben.

"Wir spielen an Orten, die nicht dazu gedacht sind"

Die Luft war heiß. Und im Ständehaus herrschten ähnliche Temperaturen: Die sonst so kühle, weiß getünchte Eingangshalle des Ständehauses war mit allerlei Technik zur farbenfrohen Bühne umgebaut worden. So wurde das Museum zu einem außergewöhnlichen Konzertsaal. Dazu die Fantastischen Vier zum Anfassen — das hatte sich die Bremer Brauerei Beck's zu Werbezwecken ausgedacht. Gastgeber und Musiker wollen genau das erreichen: "Wir spielen an Orten, die ursprünglich nicht dazu gedacht sind", so Smudo. Das passe zur Philosophie der Band, weil sie auch Dinge aufbrechen, neu definieren oder sogar neu erfinden wolle. Das Besondere war nicht nur der Ort. Die Tickets für das kleine Konzert mit 500 Gästen gab es nicht zu kaufen, sondern nur zu gewinnen, unter anderem bei Antenne Düsseldorf.

Zu den Gewinnern gehörte auch Milena Magrowski aus Waltrop: "Ich habe in der Zeitung davon gelesen und mitgemacht", sagte die 19-Jährige, die mit ihrer Freundin Yasmin Saur gekommen war. "Ich erfuhr es nach meiner letzten Abiturprüfung. Es war mein erster richtiger Gewinn und habe mich riesig gefreut."
Die "Fanta 4" ließen zwar am Anfang etwa zehn Minuten auf sich warten, legten sich dafür später aber umso mehr ins Zeug, um sich bei "Düsseldorf", wie sie die Fans kollektiv nannten, zu entschuldigen. "Wir wollten Euch nicht warten lassen!", riefen sie. "Endlich sehen wir euch einmal persönlich!" Dann ging es los.

Schweiß im Gesciht und klebende T-Shirts

Sie brachten Klassiker wie "Sie ist weg" oder "mfg", dazu den rhythmischen "Picknicker" oder "Troy". Besonders gut harmonierten Technik, Publikum und Band bei dem Stück "Ein Tag am Meer". Mit einem neuseeländischen Instrument imitierte Smudo zunächst täuschend echt das Meeresrauschen. Während des Liedes, bei dem fast alle begeistert mitsangen, zeigten die schmalen LED-Streifen hinter der Bühne einen Sonnenlauf am Meer.


Schweiß im Gesicht und klebende T-Shirts — Smudo und Co. verausgabten sich sichtlich. Das Publikum klatschte die Band daher gleich zwei Mal wieder aus der Garderobe. Händeschütteln und Fotos schießen inklusive. Erst danach ließ das Publikum die Musiker ziehen.
Dann wurde es ernst für Judith Neukirchen (31). Sie hatte bei der Rheinischen Post ein Treffen mit der Band nach dem Konzert gewonnen und traf ihre Stars an der Bar. "Sie sind so sympathisch. Ich konnte Fotos machen und es gab Autogramme", erzählt sie. "Das war das beste Konzert, das ich je besucht habe. Es war unglaublich, sie einmal aus der Nähe zu erleben." Im Publikum war neben anderen auch die Schauspielerin Alexandra Kamp, die zurzeit auf der Bühne des Theaters an der Kö steht

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