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Düsseldorf: Wieder Technik-Probleme an der Oper

Kultur : Oper muss Vorstellung absagen

Ein kaputter Kulissenaufzug verhindert die Aufführung von „Peter Grimes“.

Die veraltete Bühnentechnik macht der Rheinoper erneut zu schaffen. Die für den kommenden Freitag geplante Vorstellung von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ fällt wegen eines Defekts am Kulissenaufzug aus. Mit diesem werden die Bühnenbilder vor einer Premiere oder Wiederaufnahme auf die Bühne gebracht.

Der Defekt an der Steuerungstechnik des Aufzuges war laut Oper bereits am Montag aufgetreten und am Dienstag repariert worden, nachdem die Ersatzteile besorgt waren. Allerdings musste deshalb die technische Einrichtung des Bühnenbildes verschoben werden – das ist bei der Düsseldorfer Inszenierung von Immo Karaman besonders komplex und dauert etwa 13 Stunden.

Beim engen Spielplan der Oper in dieser Woche war das nicht kurzfristig nachzuholen, und verzichtbar ist es schon gar nicht. „Gerade diese Inszenierung lebt davon, dass sich auf der Bühne etwas bewegt“, erklärt Opern-Geschäftsführerin Alexandra Stampler-Brown. „Und wir müssen gewährleisten, dass alles sicher funktioniert.“ Sie versichert aber, dass bis zur nächsten geplanten Vorstellung in der kommenden Woche alles funktionieren werde: Durch die ausfallende Vorstellung gewinnt die Oper die Zeit, um die Technik einzurichten und alle nötigen Durchlaufproben zu gewährleisten.

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Die veraltete Bühnentechnik hatte in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach für größere Probleme im Opernhaus gesorgt. So hatte eine Vorstellung von Verdis „Rigoletto“ kürzlich vor dem Vorhang fortgesetzt werden müssen, ebenso eine Vorstellung von „Entführung aus dem Serail“. Der nun vorliegende Fall betrifft einen anderen Teil der Technik – aber das gleiche Grundproblem. Auch Stadt und Politik kennen das Problem, für die Erneuerung sollen 2,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Allerdings hatte es auf die Ausschreibung hin keine geeignete Bewerbung einer Firma gegeben, deshalb werden die Arbeiten nicht in der kommenden Sommerpause stattfinden.

Wer Karten für die Vorstellung am Freitag hat, kann diese gegen Karten für die beiden weiteren geplanten Vorstellungen am 5. und 10. Juli eintauschen. Man habe die Auslastung geprüft und werde wohl allen Interessierten diesen Tausch möglich machen können, so Stampler-Brown: „Die Leute, deren Mail-Adresse wir haben, schreiben wir schon pro-aktiv an und bieten das an.“