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Düsseldorf: Schau im Goethe-Museum zu Mode und Lifestyle in Weimar

Sonderausstellung im Goethe-Museum : Weimars Mode und Schillers Tischuhr

Das Goethe-Museum zeigt sich in einer neuen Sonderausstellung von seiner modischen Seite. In „Luxus & Lifestyle. Weimar und die weite Welt" werden Deutschlands erstes Modemagazin sowie zahlreiche Stücke aus 400 Jahren Modegeschichte gezeigt.

Wer Mode und Lifestyle liebt, der denkt bei leuchtend orangefarbenen Rechtecken an die ikonischen Schachteln von Hermès. Wer Mode liebt, der denkt eher an Paris als an Weimar. Und wer Mode liebt, vermutet wohl nicht, im Goethe-Museum eine neue Ausstellung zu seiner Passion zu finden. In allen Punkten kann der Modeliebhaber nun eines Besseren belehrt werden.

Am 26. Oktober wird im Düsseldorfer Goethe-Museum die Sonderausstellung „Luxus & Lifestyle. Weimar und die weite Welt" eröffnet. In Weimar wurde nämlich von 1786 bis 1827 das erste Lifestyle-Magazin Deutschlands, das „Journal des Luxus und der Moden", veröffentlicht. Mehr als 100 Jahre vor der heute allgegenwärtigen „Vogue“ wurde darin über die neueste Mode aus Paris und London sowie über Einrichtungstrends informiert. Leser fand das Journal sowohl national als auch international, auch Königin Luise war eine der Abonnentinnen

Die Ausstellung zeigt die handkolorierten, leuchtend orangefarbenen Hefte, deren Farbgebung heute an die teuren Seidentücher aus Frankreich erinnert. Weil alles in der Mode einmal wiederkommt, zeigt die Sammlung aber auch Kleider und Schuhen aus vier Jahrhunderten sowie Accessoires und Einrichtungsgegenstände berühmter Persönlichkeiten, unter anderem Gemmenringe von Goethe und Joseph Haydn. Womit spätestens jetzt dem Modeliebhaber auch diese Verbindung einleuchten wird.

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Der Dichter war zunächst skeptisch: „Es ist aber, als wenn alles geistreiche diesen feuerfarbenen Einband flöhe“, schrieb er 1796 an Schiller. Später veröffentlichte er aber selbst Beiträge in dem Magazin und warb darin für seine eigenen Produktionen. Wie sich die Mode eben ändert.

Ein besonders eindrucksvolles Exponat ist auch der Schmuck der Zarentochter Maria Pawlowna. Er gehört auch zu den persönlichen Lieblingsstücken der Kuratorin Barbara Steingießer, wie sie verrät. Er ist aktuellen Schmuckstücken gegenübergestellt. Teilweise sind sich die Konterparts so ähnlich, dass die Zuordnung ohne die Beschriftungen schwerfällt. Es kommt eben alles zurück.

Mode betraf nie nur Kleidung. „In Mode“ sind auch Einrichtungsstile, gesellschaftliche Verhaltensweisen, Tisch- und Gartenkultur. So gibt es beispielsweise die Tischuhr Schillers zu bestaunen, die er vor Augen hatte, als er am „Wallenstein“ schrieb.

Die Ausstellung wird bis 20. Februar 2022 gezeigt. Weitere Informationen, auch zum begleitenden Kinderprogramm mit Workshops und Gewinnaktionen, unter www.goethe-museum.de.