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Düsseldorf: Online-Veranstaltung der Zentralbibliothek - "Was ist Solidarität?"

Online-Veranstaltung der Zentralbibliothek : „Solidarität ist kein einfacher Begriff“

Was bedeutet Solidarität in Krisenzeiten und was hat das Thema mit mir zu tun? Gibt es auch Grenzen der Solidarität? Unter anderem um diese Fragen dreht sich die Online-Veranstaltung der Zentralbibliothek Düsseldorf am 21. Januar.

Die Stadtbüchereien haben es sich zum Ziel gesetzt, Bürger zu aktuellen Themen zu informieren und ins Gespräch zu bringen. Die Online-Veranstaltung am 21. Januar um 19 Uhr trägt den Titel „Solidarität in Krisen-Zeiten und darüber hinaus“. Das Angebot ist Teil des Projektes „KAP1-Labor“ der Zentralbibliothek Düsseldorf. Die Veranstaltungen dieser Reihe haben alle einen gemeinsamen Themenschwerpunkt, der sich regelmäßig ändert – von November 2020 bis März 2021 lautet er „Solidarität“.

Referent der Veranstaltung ist Ulf Tranow, Akademischer Oberrat am Institut für Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er definiert Solidarität und analysiert ihre Ambivalenzen in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Die Teilnehmenden sind anschließend eingeladen, über Eigeninteresse, Freiwilligkeit und Grenzen der Solidarität zu diskutieren. Insbesondere in Krisen-Zeiten wird an die Solidarität appelliert, gegenwärtig in der Corona-Pandemie, aber auch im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik, dem Klimawandel oder dem Sozialstaat.

„Mich hat die Frage interessiert, wie Solidarität zustande kommt, wie sie entsteht und was sie bewirken kann“, erklärt Organisatorin Katrin Klaass ihre Idee für den Themenschwerpunkt. Sie selbst hat sich näher mit der Thematik beschäftigt. Wenn die EU beispielsweise beschließe, gemeinsam über Impfstoffe zu verfügen, sei das solidarisch. Solidarität sei also oft etwas Gutes. Doch gibt es auch Solidarität, die negativ ist? „Die Corona-Krise war der Aufhänger für meine Überlegungen“, sagt die Bibliothekarin. „Wenn man sich näher damit beschäftigt, merkt man, dass Solidarität kein einfacher Begriff ist.“ Das Thema sei breiter gestreut, als man auf den ersten Blick annehmen würde.

Katrin Klaass freut sich, dass sich in sozialen Medien durchaus Interesse für das Thema und die Veranstaltung abzeichnet und hofft, dass sich eine rege Diskussion entwickeln wird. Am Donnerstag sollen unter anderem auch viele praktische Beispiele angebracht werden. „Wer nur zuhören will, ist aber natürlich auch herzlich willkommen“, sagt Klaass. „Wir freuen uns über jeden, der teilnehmen möchte.“

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet digital über Microsoft Teams statt. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich. Das Login über die App oder den Browser erfolgt über diesen Link.