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Düsseldorf: Ingo Toben zeigt Performance "Sounds" im FFT

Musikperformance im FFT : Wie aus Fluchterlebnissen Klänge werden

Mit „Sounds“ setzt der Düsseldorfer Regisseur Ingo Toben am 4. und 5. März seine Inszenierungen für das FFT fort. Jugendliche Flüchtlinge erzählen darin mit elektronischen Klängen von ihren Erinnerungen.

Musik spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Sie tröstet, weckt Erinnerungen, beruhigt oder macht einfach gute Laune. Manchmal rührt sie zu Tränen oder lässt Wut im Zuhörer aufsteigen. Auch für Gulham, Ahmad, Mohammad oder Aya hat Musik eine besondere Bedeutung. Sie gehören zum Ensemble, das mit Ingo Toben am Freitag und Samstag das Stück „Sounds“ auf die Bühne des FFT bringt.

In seiner aktuellen Inszenierung stellt der Düsseldorfer Regisseur natürlich nicht von ungefähr Klangwelten in den Mittelpunkt. Unter der musikalischen Leitung von Raphaela Andrade Cordova und Christoph Grothaus entwickelten die Jugendlichen elektronische Beats, um ihre Erinnerungen zu vertonen.

„Sounds“ ist bereits das vierte Projekt, das Toben mit dem jungen Ensemble für das FFT realisiert. Zuvor hatte er schon 2018 „Inviting Strangers“ und 2019 „Meeting Strangers“ mit ihnen umgesetzt. Dabei stand immer die Interaktion mit dem Publikum im kleinen Rahmen im Vordergrund. So performte das Team bei „Inviting Strangers“ auf Einladung in privaten Wohnzimmern. 2020 folgte „Turning Points“ in der Planwerkstatt 378. Auch da wieder ein intimer Rahmen, der das Publikum in die Performance mit einbezog.

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Der Theaternachwuchs erinnerte sich, erzählte, wie es war, bevor die Flucht ihr Leben für immer veränderte. Wie es war, kein Zuhause mehr zu haben, auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft zu sein. Und sie erzählten, wie es war, irgendwo anzukommen, sich mit den neuen Umständen zu arrangieren und wie es ist, Pläne zu machen, ein Ziel zu haben. Ein Thema, das mit Blick auf die Ereignisse in der Ukraine, aktueller kaum sein könnte.

„Sounds“ greift die Tatsache auf, dass Musik Biografien prägen kann, indem elektronische Klänge mit persönlichen Erinnerungen der Ensemblemitglieder verknüpft werden. So entstehen Miniaturen im Spannungsfeld zwischen Identität und Zugehörigkeit, zwischen Flucht und Ankommen, Herkunft und neuer Heimat.

Info Ingo Tobens „Sounds“ ist am Freitag, 4., und Samstag, 5. März, im FFT zu sehen. Beginn jeweils 19 Uhr. Empfohlen für Zuschauer ab 14 Jahren. Infos und Tickets unter www.fft-duesseldorf.de